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Stadträtin Judith Schwentner„Ich will 17 grüne Meilen in Graz schaffen“

Die Kleine Zeitung trifft die Grazer Parteichefs zu politischen Sommergesprächen: Umwelt-und Frauenstadträtin Judith Schwentner (Grüne) hat konkrete Ideen für mehr Grünraumgestaltung in der Stadt und sieht den Bürgermeister stärker in der Pflicht.

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Stadträtin Judith Schwentner geht gerne an der Murpromenade laufen © Hanschitz/Ballguide
 

Grünraum, Feinstaub, Bebauung – „grüne Themen“ sind derzeit das Gesprächsthema. Frau Schwentner, Sie als Umweltstadträtin sind hier in der Regierungsverantwortung gefragt, fallen aber eher mit Oppositionspolitik auf. Wie schwierig ist dieser Spagat?
Judith Schwentner: Das ist eine leicht schizophrene Situation, aber eine schöne Herausforderung. Wir stolpern von der Hitzeperiode in die Feinstaubsaison. Da Maßnahmen zu setzen und anzuregen, sehe ich als wichtige Aufgabe von mir als Umweltstadträtin.

Kommentare (17)

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Rick Deckard
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Meilen?

ich dachte bei uns ist das metrische System aktuell

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Mein Graz
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@Rick Deckard

Ach Gottchen, hier geht es doch nicht um das Längenmaß "Meile" sondern um die umgangssprachliche Verwendung des Wortes. Und die bedeutet, dass sich in einer Straße etwas Bestimmtes abspielt.

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stprei
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Mehr Platz in der Stadt

Die illusorische Vorstellung, die Verbannung der Autos bringt mehr Platz und es wäre damit allen geholfen, fasziniert mich immer wieder.

Diese Maßnahme geht nur zulasten derer, die in der Stadt wohnen und ein Auto haben. Durch die flächendeckende Parkraumbewirtschaftung und die ständige Ausdehnung der blauen und grünen Zone parkt ja kaum noch jemand in der Stadt, außer jenen, die ein Anwohner-Pickerl haben.

Ich frage mich, wie die Innenstadtbewohner (also alles was blaue Zone ist) darauf reagieren, wenn man ihnen die Parkplätze vor der Haustüre wegrationalisiert und ihnen erklärt, sie können ja mit dem Rad oder den Öffis fahren.

Eine deratige Maßnahme greift ganz massiv in das Leben der Menschen in der Stadt ein, das wird Graz nachhaltig verändern. Aber auch so kann man das angebliche Wohnungsproblem lösen, indem man die Menschen aus der Stadt in die Umlandgemeinden drängt.

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easy07
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"Die illusorische Vorstellung, die Verbannung der Autos bringt mehr Platz..."

Unabhängig vom restlichen Kommentar: was soll daran illusorisch sein? Ganz unideologisch und rein rational gesehen: jeder Parkplatz weniger, jede Fahrbahn die nicht mehr benötigt wird, bringt natürlich jede Menge mehr Platz. Wieso auch nicht?

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helga.zuschrott
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es geht doch um die menschen und deren lebensqualität ....

..... und nicht so sehr um autos, wie sie das darstellen!

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Mein Graz
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@stprei

Viele Familien, die in der Stadt wohnen und die Öffis vor der Haustüre haben, besitzen noch immer zwei Autos, wobei sich - wenn es da ein Umdenken gäbe - leicht auch alle Wege mit einem Auto zu erledigen wären. Es ist halt bequem.
Ich kenne viele Menschen in anderen Städten, die hingegen gar kein Auto mehr besitzen. Die Öffis sind dort gut ausgebaut und ein Auto ist meistens nicht notwendig. Und wird wirklich einmal eines gebraucht, dann gibt es dort tolle Angebote über Car-Sharing - was im Endeffekt wesentlich billiger ist.

Ob tatsächlich hauptsächlich Autos mit Anwohner-Pickerl in der Stadt parken kann ich nicht beurteilen, da schau ich persönlich nicht drauf. Was ich allerdings sehr häufig sehe sind Autos mit Nummerntafeln, die nicht mit "G" beginnen - und das können keine Anwohner sein.

Die Anwohner der Innenstadt parken auf öffentlichem Grund, zwar gegen Gebühr aber trotzdem gehört dieser Raum allen. Man könnte ja auch die Parkgebühr erhöhen - wäre dir das lieber?

Auch ich bin Grazer. Was ich mir für die (Innen-) Stadt wünsche? Mehr Grün. Mehr Sitzgelegenheiten ohne Konsumzwang. Mehr Raum für Kinder. Mehr Platz für den Menschen.
Schau in andere Städte: da herrscht Leben in den Straßen, auf den Plätzen wird auch von Erwachsenen gespielt (Frisbee, Boule...), die Kinder haben Platz zum Radfahren und Fußballspielen, man trifft sich zu einem Plausch.
Wo gibt es das in Graz?

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Grazer1960
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Verlorene Kultur

Ich bin in den Parks von Graz gross geworden, im Volksgarten, dem Josef-Huber Park, Överseepark etc. Dort hat sich genau das Leben abgespielt, welches Sie beschreiben. Mit unserem ersten Kind ist meine Frau noch in die Parks gegangen, beim zweiten wurde es bereits ungemütlich und beim dritten hat sie es aufgegeben, da sie andauernd belästigt wurde. Heute sind die Parks das Revier von Drogendealern und Banden von Halbwüchsigen, die Frauen ohne männliche Begleitung beschimpfen oder belästigen. Das Problem mit dem grünen Freiraum in Graz liegt nicht beim Mangel, sondern bei unserer Unfähigkeit
diesen Raum auch zu schützen.

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Mein Graz
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@Grazer1960

Also wir selbst sind zwar schon etwas ältere Modelle, wurden aber z.B. im Stadtpark noch nie belästigt oder beschimpft, auch wurden uns nie Drogen angeboten oder haben mit Banden von Halbwüchsigen Erfahrungen gemacht.

Ja, manche Parks sind weniger angenehm, dort ist die Polizei auch aktiver, es gibt Wegweisungen. In manchen Parks sind vermehrt Zuzügler mit ihren Familien, dort fühle ich mich wohl, denn wo sich Familien aufhalten wird "Gesindel" nicht geduldet.

Für mich geht es allerdings nicht um Parks, von denen wir einige und sehr schöne haben. Es geht um die gesamte Stadt, jeden einzelnen Platz, jede Straße.
Wenn ich etwa durch die Plätze und Straßen der Innenstadt gehe - wo gibt es dort Bänke zum Verweilen, in welchen Straßen gibt es Bäume die Schatten und spenden und angenehme Temperaturen bewirken?

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Balrog206
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Mein

Alles ganz nett geschrieben , aber was bedeutet du kennst viele ohne Auto , ist wieviele ? Und welche Städte meinst du , die so sind , wie du unten beschrieben hast ?

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Mein Graz
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@Balrog206

Die meisten Familienmitglieder, Freunde und Bekannte in Deutschland, die in Städten leben besitzen kein Auto. Wie viele das sind? Mehr als du denkst. Sie leben in Berlin, Hamburg, München, Nürnberg, Stuttgart, Düsseldorf, Köln usw.

Wo sich das Leben auf der Straße und den Plätzen abspielt? In vielen großen und kleinen Städten im Süden, wie etwa Italien, Spanien, Portugal, auch in Frankreich. Im Norden Europas bin ich seltener, da kann ich das nicht so beurteilen. Allerdings habe ich sogar London mit regem Leben und Treiben in Erinnerung.

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Balrog206
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Stimmt

In diesen Städten bräuchte man kein Auto , da in Germany das Öffi netzt ganz gut ausgebaut ist ! ( U- Bahn ) ! Aber ich geb dir jetzt eine ehrliche Antwort , solange ich vom Süden in die Innenstadt max 25 min benötige u parken kann ( Kastner ) fahr ich mit dem Auto ! ( arbeite aber nicht in der Stadt)
Den Öffi ist bei uns eine Fehlanzeige außer in der Früh und zu Mittag , Samstag und Sonntag null !
Und das Treiben auf den Plätzen im Süden ist einfach eine andere Art der Lebensweise im Süden !!!

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steptrev
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Statistisch gesehen ...

... hat ein knappes Drittel der Haushalte in Graz kein Auto, in den Bezirken 1-6 ist der Anteil höher (VCÖ 2017).

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Mein Graz
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@steptrev

VCÖ für 2017: Graz 469 Pkw / 1.000 EW.
Auflistung für die einzelnen Bezirke in Graz kann ich leider nicht finden, du kannst mir sicherlich deine Quelle nennen.

Bitte keinen Link schicken, sondern statt des Punktes ein anderes Zeichen einsetzen.

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steptrev
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@Mein Graz: Link:

vcoe.at und weiterhandeln. Ich habe die Publikationen nur in Papier daheim.

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steptrev
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Die Bezirke 1-6 waren ...

Bei der vorletzten VCÖ-Erhebung (wird wohl so 2015 gewesen sein) bei rund 400/1000. Nachdem etwa gleich viele Haushalte 0 wie >1 Auto haben (VCÖ 2017) und bei einer Haushaltsgröße von 2,2 etwa 400 Autos auf 450 Haushalte kommen, dürfte das mit dem Drittel der Haushalte ohne Auto gut hinkommen.

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Mein Graz
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@steptrev

Naja, dann hast du mit deiner ersten Feststellung "...hat ein knappes Drittel der Haushalte in Graz kein Auto, in den Bezirken 1-6 ist der Anteil höher" wohl etwas daneben getippt.

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steptrev
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@MeinGraz

Wieso? Das Verhältnis ist grob 1:1, wenn ein Drittel >1 Pkw hat, hat demnach ein Drittel 0 Pkw. Da das Verhältnis leicht zuungunsten der Pkw ist und "mehr als 1" auch 3 oder mehr Fahrzeuge beinhaltet, stimmt sogar "gut ein Drittel".

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