Rad-Serie (Teil 4)Interview: Konfliktzone Straße und das gefährliche Elitedenken

Wo kommt die Aggressivität im Straßenverkehr her? Klaus Robatsch vom Kuratorium über unnötigen Zeitdruck und Konflikte auf der Straße. Ein Interview.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Mangelnde Infrastruktur für den Radverkehr sorgt für mehr Unsicherheit und Aggressivität bei allen Beteiligten im Verkehr © Gerald Winter-Pölsler
 

Herr Robatsch, beginnen wir mit dem Klischee: Der Radfahrer, der Anarchist im Straßenverkehr, der sich an keine Verkehrsregeln hält. Woher kommt dieses Bild?
KLAUS ROBATSCH: Naja, es gibt tatsächlich eine kleine Gruppe von Radfahrern, die sich kaum an Regeln hält. Aber das ist bei allen Verkehrsteilnehmern so. Grundsätzlich liegt die Art, wie sich Radfahrer verhalten, an der Verkehrsplanung – und die ist aus Radfahrersicht oft mangelhaft. Wenn Sie nach Vorarlberg schauen, die einen Radverkehrsanteil von 17 Prozent haben, dort sind die Radfahrer allgemein entspannt unterwegs. Da gibt es einfach das Angebot an guter Rad-Infrastruktur.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!