Es war der erste grenzüberschreitende Aufreger der neuen blau-schwarzen Koalition, der regelmäßig neu aufflammt. Die Ansage, dass die steirische Landeshymne, das Dachsteinlied, in die Landesverfassung aufgenommen werden soll. Unser Nachbar protestiert, zuletzt Sloweniens Außenministerin Tanja Fajon bei ihrem Wien-Besuch. Slowenien könne den Text, in dem sich das Steirerland noch wie bis 1918 bis zur Save und Drau ausdehnt, als Gebietsanspruch verstehen. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) kündigt in der Begutachtung zur Verfassungsnovelle eine Stellungnahme ihres Ministeriums an. In Wien herrschen Bedenken, dass man mit dieser Aktion die diplomatischen Beziehungen mit Slowenien belaste (wir berichteten).
Streit um Landeshymne
Nimmt das Dachsteinlied die Hürde in die Verfassung?
Slowenien protestiert, die Außenministerin hebt die Augenbraue. Zwei-Drittel-Mehrheit für die Hymne im Verfassungsrang wackelt.
© Viktoria Knoll