Die Exklusivmeldung der Kleinen Zeitung hat für Überraschung gesorgt: Die Sacher Gruppe hat angekündigt, die Grazer Herrengasse zu verlassen und das Café in den Räumlichkeiten des Rathauses nach 22 Jahren zu schließen. „Wir haben sorgsam und ausführlich jede Möglichkeit geprüft, das Caféhaus in die Gewinnzone zu bringen“, so CEO Matthias Winkler. Mit der Hoffnung, die Marke Sacher auch außerhalb Wiens zu etablieren, hätte man das Café mit großer Leidenschaft betrieben. „Im Durchschnitt arbeiteten 16 Mitarbeitende an sieben Tagen pro Woche ohne Schließtage – ein enormer Einsatz, der von unseren Gästen geschätzt wurde“, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung von Sacher. „Wir werden uns um jeden einzelnen Mitarbeitenden kümmern, um ihnen neue berufliche Chancen zu bieten“, kündigt Winkler an. Man werde den Betroffenen ausreichend Zeit für die berufliche Neuorientierung geben. Graz solle jedenfalls ein bedeutender Teil der Sacher-Geschichte bleiben – und eine Rückkehr schließt Winkler nicht aus. „Wir sagen Graz nicht Adieu, sondern auf Wiedersehen. Vielleicht ergibt sich zu einem anderen Zeitpunkt eine neue Möglichkeit, hier wieder ein Caféhaus zu eröffnen – wir würden uns freuen.“