Für das Gespräch lädt der Gastgeber auf seine abgeschiedene Lieblingsalm in der Obersteiermark. Der Weg führt über Forstwege hinauf auf eine Anhöhe, die den Blick auf ein prachtvolles Bergpanorama freigibt. Kein anderes Gehöft ist in Sichtweite, das sei ihm wichtig gewesen. Zu hören ist das helle Plätschern des Brunnens vor dem äußerlich schlichten Refugium. Das alte Holz in den Stuben stammt von abgetragenen Bauernhöfen. Am Eingang Sportschuhe und Mountainbike-Ausrüstung. Vor dem Gebäude steht ein Land Rover Defender, Kultvehikel mit Salzburger Kennzeichen. Dahinter ein Marterl.
Das letzte Interview
Mateschitz: "Ich bin kein Wutbürger. Ich nenne die Dinge beim Namen"
Das Gespräch schlug Wellen. Das einzige Interview zum 30-Jahr-Jubiläum von Red Bull im Frühjahr 2017 markierte die Wende vom verschwiegenen Mitbegründer einer Weltmarke zum Kritiker der politischen Verhältnisse im Land, vor allem der unkontrollierten Öffnung der Grenzen. Aus Anlass des Todes von Dietrich Mateschitz geben wir zentrale Passagen des damaligen Gesprächs mit der Kleinen Zeitung wieder. Es gewährt, einem Vermächtnis gleich, Zugang in die Denkwelt des außergewöhnlichen Unternehmers.
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