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Fall GaischSchikane-Telefonat könnte steirischen Vize-Polizeichef den Titel kosten

Das Disziplinarverfahren gegen Alexander Gaisch dürfte vor dem Abschluss stehen.

Unter Druck: Landespolizeidirektor-Stv Gaisch
Unter Druck: Landespolizeidirektor-Stv Gaisch © KLZ/Hoffmann
 

Die Affäre kam im Herbst 2019 auf. Seinerzeit tauchte ein Audio-Mitschnitt aus der Notrufzentrale der steirischen Polizei auf. Zu hören war, wie der damalige stellvertretende Landespolizeidirektor Alexander Gaisch einem jungen Beamten via Telefon zusetze, weil dieser seinen Namen und seine Funktion nicht kannte. Mehr noch: Er bestellte den jungen Mann, der sich lange Zeit nicht aus der Fassung bringen ließ, am "Montag um 8 Uhr zum Rapport". Sollte der dann nicht alle Führungskräfte kennen, drohe ihm ein Disziplinarverfahren.

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Danke für Ihr Verständnis.

ma12
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OMG

Das ist wohl das Wenigste. Total Rückstufung in der Gehaltsklasse wird hoffentlich auch dabei sein. DAS tut ihm am meisten weh!

rochuskobler
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Rausschmiss

..so ein dämliches Verhalten in so einer hohen Position würde in jeder Firma der Welt zum sofortigen Verlust der Position und letztlich zur Trennung von dem Mitarbeiter führen. Dass er für die Position völlig ungeeignet ist, hat der der Herr ja gründlich bewiesen.
Es ist jedem normalen Bürger völlig unverständlich, wie da im öffentlichen Dienst herumgeeiert wird, so eine taube Nuss herumgeschobene, geringfügig bestraft und irgendwann wieder mit einem hohen Posten versorgt wird. Auch wenn der Titel weg ist - der Arme! - wird sein Gehalt kaum weniger. Dass er jetzt zu Kreuze kriecht und mit der Mitleidsmasche kommt, macht den Fall nur noch unappetitlicher. Der öffentliche Dienst möge sich bei der Lösung von solchen Vorfällen endlich an der Privatwirtschaft ein Breispiel nehmen. Schließlich wird so ein Versager von uns bezahlt! !

dieRealität2020
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Zur Übersicht und Verdeutlichung damit sie wissen um was hier eigentlich geht.

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Die am häufigsten ausgesprochene Strafe bei disziplinären Vergehen von Beamten ist die Geldbuße (bis zur Höhe eines halben Monatsbezuges) bzw. die Geldstrafe (bis zu fünf Monatsbezüge).
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166-mal wurde sie im Innenministerium zwischen 2013 und 2017 verhängt. 28-mal wurde diese Disziplinierungsmaßnahme allein in den vergangenen fünf Jahren bei der Exekutive gewählt.
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Ist es nachvollziehbar, dass österreichweit in der gesamten Bürokratie vom kleinen Beamten bis zum Gaisch jährlich 100 Verfahren abgewickelt werden müssen? Das ist die Realität.
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Sorry, der Fettdruck beim vorherigen Beitrag war nicht gewollt.

dieRealität2020
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Für Menschen mit einschlägigen Wissen und dementsprechender Information ist damit alles gesagt. Nachdem die Causa öffentlich wurde, ermittelte jedoch der Staatsanwalt. Gaisch drohte ein Strafantrag wegen versuchter Nötigung. Ihm wurde Diversion angeboten, die er letztlich angenommen hat. Die Strafhöhe soll sich laut Medienberichten auf 6000 Euro belaufen. Vergleichbar mit einen Strrafrechtsurteil liegt diese Diversion unter eienr 12 minatigen Strafe (bedingt oder unbedimngt) . Die disziplinarkommission kann nac hden gesetzlichen Bestimmunge n und auch aus der Spruchpraxis "verständlicherweise" keine Entlassung aussprechen, denn diese wäre ohne Probleme anfechtbar. Es gibt auch so einige Möglichkeiten eine Disziplinarsprache auszusprechen.

Für diese Handlungsweise gibts gesetzliche Vorschriften und Durchführungsbestimmungen, wenn sie wissen, was das ist.
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Nachdem ermittelt wurde, gab es eine voraussichtliche Degradierung mit der Entziehung des Titels und bis zu einer endgültigen Gerichtsentscheidung und Disziplinarverfahren wurde er in eine andere Abteilung zugewiesen. Jährlich gibt es unzählige Verfahren, die den gleichen Weg gehen. Vom einfachen Beamten bis zu Gaisch.
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Gaisch drohte ein Strafantrag wegen versuchter Nötigung. Ihm wurde Diversion angeboten, die er letztlich angenommen hat. >>>> Die Strafhöhe soll sich laut Medienberichten auf 6000 Euro belaufen. <<<<< Vergleichbar mit einem Strafrechtsurteil liegt diese Diversion unter einer 12-monatigen Strafhöhe (bedingt oder unbedingt) was der Gesetzgeber für die Möglichkeit einer Entlassung im Gesetz anspricht. Was hier nicht gegeben ist.
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Darum musste die Disziplinarkommission mit einer Entscheidung abwarten. Die Disziplinarkommission kann nach den gesetzlichen Bestimmungen und auch aus der Spruchpraxis heraus "verständlicherweise" keine Entlassung aussprechen, denn diese wäre ohne Probleme anfechtbar. Da sie offensichtlich und sichtbar nach meiner Meinung keiner Vergleichsmäßigkeit entspricht. Es gibt auch so einige Möglichkeiten eine Disziplinarstrafe auszusprechen.

seierberger
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Titel weg

Warum hat er überhaupt diesen Titel noch? Ist doch offensichtlich, dass bei dieser Bestellung ein Fehler unterlaufen ist.

Lodengrün
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Hat sich in seiner Präpotenz

aufgeführt wie der letzte Heuler und versucht mit der Gegnicktseinmasche seinen Job zu retten. Nichts damit. Runter und bei gutem Verhalten gehts wieder rauf. Und bei Auffälligkeiten hopp hopp um 8 ins Büro zur Nachschulung. Und jedes Mal obligatorisch die Namen der Vorgesetzten runterrattern.

Ichweissetwas
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Vielleicht findet sich

anderswo ein gut dotierter Posten für den Herrn Wichtig...

Isidor9
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Weg mit dem !

Vize -Polizeichef? So ein Typ darf doch niemals diese Funktion innehaben. Das ist doch aus demokratiehygienischer Sicht undenkbar.

HeWa66
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Herabstufen

auf Einstiegsgehalt und auch die Tätigkeit danach auslegen.
Er hat dann auch die Möglichkeit, sich mit Fleiß und Einsatz nach oben zu arbeiten :-)
Entschuldigt hat er sich ja öffentlich, wozu bei allen BürgerInnen ist mir nicht klar, wichtiger war der Kollege, aber ok.
Vielleicht hat es auch Andere etwas zum Nachdenken angeregt, wie man mit Kollegen und auch Mitmenschen umgehen sollte.

Ifrogmi
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wozu bei allen BürgerInnen ist mir nicht klar????

ganz einfach: der staat schafft sich ein gewaltmonopol. das bedeutet z.b., dass ich einen sachbeschädiger meines eigentums nicht mehr nachhaltig an der ausübung seines asozialen tuns an meinem eigentum hindern kann und damit leben muss, dass er einfach ungeschoren davonläuft und davonkommt.
auch kann ich z.b. einem belästiger und grabscher nicht mehr einbläuen, dass sein verhalten nicht akzeptabel ist, usw.
das ist auch gut so, es würde alles drunter und drüber gehen. allerdings muss der staat dann auch sorge tragen, dass jene, in deren hände er zum aufrechterhalten der ordnung das gewaltmonopol legt, korrekte mitbürgerInnen sind.
Hr. Gaisch, als führungspersönlichkeit im polizeidienst, hat als vorbild zu agieren. in diesem fall hat er das von uns bürgern übernommene gewaltmonopol missbraucht. das hinterlässt einen flauen magen. oder möchten sie von so jemandem, z.b. unschuldig einer sache bezichtigt, befragt werden, bzw. ist jemand mit solchen umgangsformen überhaupt geeignet das gewaltmonopol übertragen zu bekommen?

Peterkarl Moscher
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Wahrheit tut weh !

In einer Firma hätte der Herr ganz einfach eine " Fristlose" und Zeit über
seine Fehler nachzudenken.

Hieronymus01
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Das wird weh tun..

...wenn der Titel eines Beamten weggenommen wird.

dieRealität2020
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wäre der Titel des Vize-Polizeichefs weg. Nichts Aufregendes, den Senf hat er schon abbekommen.

In Tatsache wird er dadurch die Funktionszulage verlieren, was nicht alle Welt ist. Was viel mehr schmerzen wird, sind die öffentlichen Demütigungen und die Verfahren die er durchlaufen musste. Für dieses Verhalten und Handlungsweise ist er nach meiner Meinung verhältnismäßig abgestraft worden.
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Das die Disziplinarkommission auch eine Strafe auf den Gehaltsbezug verhängt ist kaum vorstellbar. Das wäre mehr als nur unverhältnismäßig. Diese Verfahren sind nicht wegen seiner tatsächlichen Verhaltensweise geführt worden, sondern nur wie so oft zur öffentlichen Demonstration.
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Man sollte hier am Boden bleiben und die Verhältnismäßigkeit sehen.

HeWa66
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die

Verhältnismäßigkeit ist genau der Punkt!
So geht man nicht mit Kollegen und Menschen um.

dieRealität2020
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das war der größte Schwachsinn der Debatten

"Hierarchieverhältnisse bei der Exekutive" ohne Hierarchie kann keine Gesellschaft, aber auch kein Unternehmen funktionieren, das musste auch im Kommunismus festgestellt werden. Dass alle Menschen gleich sind, ist eine traumatische Vorstellung und Persönlichkeitsstörung der das denkt. Das gibt es auch nicht in der Tierwelt.

HeWa66
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Selbst

oben in der Hierarchie?
Nach den Aussagen klingt das so :-)

Mein Graz
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@dieRealität2020

Auch in hierarchisch geführten Einrichtungen ist es untragbar, Personen, die agieren wie dieser Mann in der Position eines hohen Vorgesetzten zu belassen.

Auch dort MUSS Anstand und Höflichkeit gewahrt bleiben, man darf seinen Mitarbeiter nicht - nur weil einer den Namen nicht kennt - drohen! Das sind Machtspiele, die eines Vorgesetzen nicht würdig sind.

Und deshalb ja, diese Strafe ist gerechtfertigt!

UHBP
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wäre der Titel des Vize-Polizeichefs weg.

Solange das nichts an der Bezahlung ändert, kann er sicher damit leben.

duesenwerni
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Man könnte ihm aber auch den "Hofrat" ...

... wegnehmen.

Peterkarl Moscher
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Wahrheit tut weh !

Er ist sicherlich als Vorgesetzter untragbar !

knapp
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Von einer Führungskraft diessen Ranges erwartet man,

dass er vorher denkt bevor er den Überboss heraushängen lässt. "In den letzten Monaten habe er Zeit gefunden sein "unangemessenes Verhalten selbstkritisch zu analysieren"... ja sicher

Lodengrün
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Hoffentlich

bereut er und ist das nicht nur ein Lippengewäsch seinerseits. Der Titel muss weg und er sollte dort Dienst machen, wo der Kollege gesessen ist den er zur "Sau" machte. Da wird er von den Anrufern auch einiges zurückbekommen.