Ein steirischer Mordfall ist am Samstag, dem 8. Februar, Thema in der Sendung „Ungelöst – Cold Case Austria“, die auf ATV und Joyn ausgestrahlt wird. Der Inhalt dreht sich um Geldpostbote Johann Fritz, der 1975 in Knittelfeld brutal erschlagen wurde. Der 57-Jährige war am 2. Dezember mit einer knappen Million Schilling in der Tasche unterwegs gewesen, um Pensionisten ihre Rente auszuzahlen.
In einem Stiegenhaus lauerte der Mörder, ob es einen Komplizen gab, ist bis heute unbekannt. „Der Vater ist hereingekommen, die Türe ist nach innen aufgegangen und der Mörder ist da hinten gestanden und hat mit einem wuchtigen Schlag den Vater auf den Hinterkopf gehaut“, berichtet der Sohn, Johann Fritz, vom schrecklichen Tod seines Vaters. Die Tatwaffe konnte nie sichergestellt werden. Der Fall wurde auch in „Delikt“, dem Crime-Podcast der Kleinen Zeitung bereits aufgearbeitet – nachhören können Sie die Folge hier:
Johann Fritz und seine vermeintlichen Blutspuren
Der Steirer wurde damals jedenfalls mit mehreren Hieben so schwer verletzt, dass er wenige Stunden später im Krankenhaus verstarb. Der oder die Täter ergriffen mit 79.000 Euro die Flucht. Seit Jahrzehnten ist der Fall ungeklärt. Ein 17-jähriger Schüler stand damals unter Mordverdacht und wurde sogar angeklagt – am Ende aber freigesprochen. Über seine Erfahrungen schrieb der Mann deshalb ein Buch mit dem Titel „Rufmord“, das 2024 erschien. Vermeintliche Blutspuren auf seiner Hose stellten sich nach einer detaillierten Untersuchung als „Schlammanhaftungen“ heraus.
Ein Gutachten aus dem Jahr 2024 könnte nun neue Beweise und Spuren liefern. Die 88-jährige Witwe des Briefträgers glaubt an Gerechtigkeit. „Ich bin ein sehr gläubiger Mensch und Gerechtigkeit kriege ich sicher, wenn ich sterbe. Und auch der Mörder kriegt dort die Gerechtigkeit, er kriegt sie ganz bestimmt, das weiß ich“, sagt sie. Den neuen Gegebenheiten des Falles widmet sich auch die ATV-Sendung, die am Samstag um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird.