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Nordische Ski-WM in Oberstdorf"Das war einfach nicht fair": Nur Blech für Kramer nach Verkürzung

Marita Kramer hat bei der nordischen Ski-WM in Oberstdorf die erste Medaille für das ÖSV-Team knapp verpasst.

NORDISCHE SKI-WM 2021 IN OBERSTDORF: SKISPRUNG DER DAMEN - 1. DURCHGANG
© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Marita Kramer hat als Mitfavoritin bei ihrem WM-Debüt eine Medaille verpasst. Die 19-Jährige landete bei den Nordischen Titelkämpfen in Oberstdorf am Donnerstag von der Normalschanze an der vierten Stelle. Die Jury hatte vor der Halbzeit-Führenden den Anlauf verkürzt, doch diese machte nicht die umstrittene Entscheidung, sondern einen schlechten Sprung für den Rückfall verantwortlich. Den Titel sicherte sich die Slowenin Ema Klinec vor Titelverteidigerin Maren Lundby (NOR).

Kramer war bei allen Sprüngen vor dem Finale jeweils unter den besten drei platziert gewesen. Die Salzburgerin weckte im ersten Durchgang denn auch Hoffnungen auf Edelmetall, sogar auf das zweite Gold einer ÖSV-Skispringerin. Doch nach der Rekordweite von 109 m landete sie auch bei 98 m schlecht und verpasste Edelmetall hinter der Weltcup-Rekordsiegerin Sara Takanashi aus Japan um 1,1 Punkte. Bei Kramer flossen Tränen der Enttäuschung.

Sophie Sorschag wurde disqualifiziert

Die Steirerin Daniela Iraschko-Stolz, die 2011 in Oslo triumphiert hatte und 2019 in Seefeld Dritte war, platzierte sich an der achten Stelle (95,5/95). Eva Pinkelnig, die nach einem Milzriss erst eine Woche vor der WM in den Weltcup zurückgekehrt war, verpasste nach verpatztem Sprung (81 m) als 32. das Finale der besten 30. Die Kärntnerin Sophie Sorschag wurde wegen eines nicht dem Reglement entsprechenden Anzugs im ersten Durchgang disqualifiziert. Am Freitag (17.15 Uhr/live ORF 1) folgt der Teambewerb.

Kramer hatte beim ersten Sprung nur mit Mühe einen Sturz vermieden. Sie übertraf den Schanzenrekord von Sara Takanashi um nicht weniger als zwei Meter. "Ich habe die grüne Linie unter mir gesehen, da hat es mich selber etwas geschreckt. Ich war noch so hoch", schilderte Kramer diesen Flug im ORF-Fernsehen. "Das war mein bester Sprung seit langer Zeit, ein unglaublicher Sprung."

Rodlauer: "Das war einfach nicht fair"

Doch just vor ihrem finalen Versuch trat die Jury zusammen und entschied auf Verkürzung, nachdem Klinec zuvor erst bei 100,5 m gelandet war. Mario Stecher, der Sportliche Leiter im ÖSV, legte denn auch Protest ein, weil die Weite von Klinec laut Reglement eine Verkürzung nicht gerechtfertigt hätte. Wohl ahnend, dass der Einspruch ins Leere laufen würde. "Uns geht es da nicht so sehr um das Thema, dass man diesen Wettkampf annulliert, sondern dass Leute wie diejenigen, die heute an der Ampel oder in der Jury waren, nie mehr da oben stehen", betonte Stecher. Eine Verkürzung sei absolut nicht notwendig gewesen.

Für ÖSV-Cheftrainer Harald Rodlauer war die Jury-Maßnahme höchst fragwürdig. "Dass man bei der letzten Athletin in den Wettkampf eingreift, das ist für mich nicht nachvollziehbar. Das war einfach nicht fair. Ich weiß nicht, ob diese Leute heute gut schlafen werden", ärgerte sich der Steirer.

Marita Kramer "wollte zuviel"

Doch Kramer suchte den Fehler nicht bei anderen. "Dieser Sprung war einfach einer von den schlechteren. Für diese Verhältnisse wollte ich wahrscheinlich zuviel", resümierte die dreifache Saisonsiegerin. Sie sei verdient Vierte. Der Absprung sei nicht optimal gewesen, zudem verpatzte sie die Landung. Diese Abzüge kosteten die Springerin des SK Saalfelden, die als Achtjährige mit ihrer Familie aus den Niederlanden nach Maria Alm übersiedelt war, eine Medaille. Sie erhielt für den Finalsprung (Noten zwischen 15,5 und 16,5) 5,5 Punkte weniger als die neue Weltmeisterin, von der sie am Ende 4,4 Punkte trennten.

Ich bin verdient Vierte.

Marita Kramer

"Wäre ich normal gelandet, hätte ich trotzdem die Medaille gemacht. Wir haben gesagt, wenn man keinen Telemark macht oder eine hässliche Landung, kannst du Vierte werden. Und genau das ist mir passiert", meinte Kramer. Ihr Ärger währte aber nur kurz, die Ex-Junioren-Weltmeisterin gab sich überraschend abgeklärt: "Ich freue mich auf neue Sprünge." Sie hat im Allgäu noch drei weitere Chancen, ihre Klasse zu zeigen.

Iraschko-Stolz hatte Kramer getröstet, selbst aber nicht die erhoffte Topleistung abgeliefert. Wie mehrfach im Weltcup fehlten der 37-Jährigen einige Meter auf einen Podestplatz. "Die Leistung war solide, sie war okay. Es waren sicher nicht die besten Sprünge. Aber ich bin einfach heute nicht so reingekommen, das passiert leider und habe trotzdem mein Bestes gegeben. Es war eine knappe Entscheidung", resümierte die Wahl-Tirolerin.

Der Liveticker zur Nachlese:

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isco2206
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Miran Tepes

Früher sagte man halt: Originaler J*u*g*o.

Aber um sachlich zu bleiben, der Typ gehört wirklich lebenslänglich gesperrt. Das hat mit Fairness überhaupt nichts mehr zu tun.

Und Marita Kramer kann man nur alles Gute wünschen. Kopf hoch, jeder bekommt einmal das, was er auch verdient.
Und damit meine ich vor allem Miran Tepes. Solche Aktionen bringen nämlich im Leben auch kein Glück.

Edmario
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Größter Skandal in der Schisprunggeschichte

Ich bin seit den 70iger Jahren fast bei jedem Springen dabei gewesen, hatte schon damals einen Leserbrief geschrieben im Bezug auf die noch nicht vorhandene elektronische Weitenmessung, weil meine Freunde Schnabl ( später Olympiasieger, Wallner, Millonig ) oft Leidtragende geworden sind. Aber dieser Skandal heute übertrifft alles, Rückenwind, der keine wirklich weiten Sprünge zulässt und dann plötzlich ohne Grund die Verkürzung mit der damit verbundenen Wartezeit. Einfach unglaublich. Miran Tepes vor ein neutrales Europäisches Sportgericht.

plolin
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Miran Tepes

Diesen Namen muss man sich merken. So ein....

blackdiamond
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ÖSV geschlossen abreisen!

Aber das traut sich natürlich niemand. Gerechtfertigt wäre es allemal nach dieser Sauerrei!

rebuh
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Solan g bei diesem Millionenunternehmen ÖSV solche Dilletanten am Werk sind

Und bei jedem zweiten Springen Athleten disqualifiziert werden wegen nicht regelkonformer anzüge, besser ganz ruhig sein!

HansWurst
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Ein Dilettant ist für mich

jemand, der - so wie sie - Dilletant schreibt.
Aber vielleicht haben sie ja eine Tante Dille?

andy379
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Sportliche Antwort geben

und möglichst viele Medaillen gewinnen. Das beschämt diese Jury am meisten.

andy379
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Hab gerade das Interview von Marita Kramer im TV gesehen.

Respekt vor ihren selbstkritischen Aussagen. Kein Wort über die seltsame Juryentscheidung. Großartige Einstellung. Toller Charakter. Und das mit ihrer Jugend. Da kommt eine große Sportlerin daher. Sie wird noch viel gewinnen. 👍👍👍

Johann47
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Die Idioten Jury

Eigentlich gehören die ein Leben lang gesperrt. Es ist ungeheuerlich was sich diese (Ich darfs nicht schreiben) erlauben. Leider gibt es niemand der den Lusern den Marsch bläst. Eine Schande für die WM wo die Chance auf eine Medaille geklaut wird. Die Leidtragende ist die Krammer. Wo bleiben die Verantwortlichen die zumindest Protest einlegen. Unglaubliche Sauerei den Anlauf bei der letzten Springerin zu verkürzen!!!!!

Hazel15
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Wahrheit

Nicht die Verkürzung und die daraus resultierende Weite war schuld, sondern ihre verhaute Landung!! Mit einer normalen Landung hätte sie mindestens zwischen 17 und 18 Punkte bekommen. So aber bekam sie zwischen 15,5 bis 17 Punkte, genau die Punkte, die zum Sieg fehlten. Typisch Österreich, die Schuld haben immer die "Anderen". Deswegen sehe ich mir auch keine Sportübertragungen im ORF an.

isco2206
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Bitte

sehen Sie mal die Landungen von Maren Lundby an.
Die ganze Saison schon und auch davor, die bekommt für jede noch so schei** Landung sehr gute Noten.
Und bei den Herren das Gleiche, gewisse Athleten werden immer bevorzugt und das kann nicht im Sinne des Sports sein.

Und egal ob Landsfrau hin oder her, sowas schadet den Sport genauso viel wie Doping.

Kramer kann einem echt Leid tun, sie WURDE heute wirklich betrogen.

Johann47
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Nestbeschmutzer

Dich möchte ich Springen sehen, aber nicht von der Schanze!

mario84
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Sie hat gesagt dass der Sprung verhaut war!

Trotzdem ist die Verkürzung des Anlaufs bei gleichbleibenden Bedingungen nicht nachvollziehbar und daher nicht in Ordnung!

lumpi50
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eine bodenlose Schweinerei

ist da geschehen. So eine unfaire Entscheidung hat es in Jahrzehnten Schisprungsport noch nie gegeben. Die Jury-Mitglieder gehören für den Rest ihres Lebens vom Sport fern gehalten.
Das ein Slowene in der Jury führend entscheidet, wenn eine Slowenin in Führung liegt........

Robinhood
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Miran Tepes

Schadet seinem Heimatland Slowenien gewaltig. Genau solche Typen bestätigen unsere Vorurteile.

michael10
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Unfairer geht es nicht

Tepes sofort suspendieren..So eine Frechheit..Der muss sofort gesperrt werden.

4e49ee76994728c6d666ac2c5e590433
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Skandal ist ein Hilfsausdruck,

das ist ein aufgelegter Betrug, eine Slowenin in Führung und der Slowene in der Jury verkürzt den Anlauf!

ronny999
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Kein Wunder,

dass sich der Frauenskisprungsport so schwer tut, wo in der Jury offensichtliche unfaire und ahnungslose Nict-Sportsmänner befinden. Jeden professionellen Sponsor müsste es Grausen.

mario84
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Bitter

Nicht nachvollziehbar....also wirklich bitter

kleinalm
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Sauerei...

Echt toll!

heimokarlotto
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Skandal

Den Anlauf vor der letzten Springerin zu verkürzen, noch dazu vom slowenischen Juror Tepes ist ein wahrer Skandal.

Robinhood
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Sauerei der Jury

Eine Frechheit. Ich würde abreisen. Was tut man nur dieser jungen Frau an. Zuerst der falsche Corona Alarm und jetzt diese Schiebung.

Leop
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LKA

Heute war es die Jury meistens sind es die Sprungrichter die die Sportler betrügen ich verfolge das seit Jahren genau in dieser Saison wurde bei jeder Veranstaltung betrogen.Habe vor Jahren mit Herrn Hofer über Tempel gesprochen wollte sich nicht äußern.in meinen Augen ist Herr Tempel ein ganz mieser Typ das hat Er heute bewiesen

wollanig
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Wer ist

Herr Tempel?