Was haben Planica und Vikersund, das der Kulm nicht hat? Sie sind alljährlicher Bestandteil des Weltcupkalenders der Skispringer. Nimmt man hingegen die Historie der Weitenjagden in Bad Mitterndorf ab dem Jahr 2000 unter die Lupe, bekommt man ein regelrechtes Veranstaltungs-Rodeo serviert.
Öfter als dreimal in Folge (das war zwischen 2014 und dem WM-Jahr 2016) ging seitdem auf der größten Naturschanze der Welt noch nie ein Event über die Bühne. 2024 war wieder ein WM-Jahr, 2025 aufgrund der Saalbacher Ski-WM eine Pause – und ein Termin für 2027 ist noch nicht in Sicht, taucht der Kulm bis dato doch nicht im provisorischen Kalender für 2026/27 auf.
Das ist bitter, denn während der Kulm stets die Massen anzieht, herrscht bei manch anderen Weltcuporten auf den Zuschauerrängen chronische Leere. Vor allem in Skandinavien, wo man allerdings einen frühen Saisonbeginn garantieren kann, pfeifen die Fans aufs Skispringen.
Jetzt ist die Sportpolitik am Zug. Und es bleibt zu hoffen, dass bei der FIS, dem ÖSV und allen anderen Verantwortlichen ein Umdenken stattfindet.
Der Kulm wäre für ein alljährliches Spektakel auf alle Fälle bereit.