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Zauchensee ÖSV-Damen peilen ersten Heimsieg seit drei Jahren an

Im Jänner 2017 hat Christine Scheyer die Sprint-Abfahrt in Zauchensee gewonnen und damit den bisher letzten Erfolg der ÖSV-Damen auf heimischem Boden geholt.

Christine Scheyer
Christine Scheyer holte den bisher letzten Damen-Erfolg auf den Boden © AP
 

Mit Abfahrt und Kombi am Wochenende in Zauchensee sowie dem Nachtslalom nächsten Dienstag in Flachau bekommen Österreichs Alpinski-Damen drei Chancen, eine Durststrecke zu beenden. Im Jänner 2017 hat Christine Scheyer die Sprint-Abfahrt in Zauchensee gewonnen und damit den bisher letzten Erfolg der ÖSV-Damen auf heimischem Boden geholt. Die Vorarlbergerin kehrt diese Woche nach Verletzung zurück.

Geplant gewesen wäre dies schon im Dezember in Val d'Isere. Nach der wetterbedingen Absage dort hätte der neue OK-Chef Michael Walchhofer das Rennen auch gerne nach Zauchensee übernommen und am Freitag ausgetragen, dieses geht nun aber nach Bansko. "Cool jedenfalls, dass ich jetzt genau hier das Comeback feiern kann", freut sich Scheyer, dass sie - wenn auch mit einer hohen Startnummer um die 30 - ausgerechnet auf einer ihrer Lieblingspisten wieder mit dabei ist. Und das als Titelverteidigerin. "Ich hab mir gleich gedacht, geil wieder hier zu sein. Diese Strecke liegt mir einfach."

Schneechaos

Hatte Scheyer 2017 nach tagelangem Schneechaos auf verkürzter Strecke sensationell ihren ersten Sieg - und bisher einzigen Podestplatz - eingefahren, sollte das Wetter diesmal einen Start vom supersteilen Gamskogel (in 5 Sekunden von 0 auf 100) erlauben. "Den Start kenne ich nur vom Sehen. Ich bin schon sehr gespannt", blickte auch Scheyer dem ersten Training am Donnerstag aufgeregt entgegen. "Die Strecke hier hat mir immer schon sehr gut gefallen. Außerdem ist die Familie da. Heimrennen sind einfach immer was ganz Besonderes."

Zwei Kreuzbandrisse

Scheyer war 22 und hatte bereits zwei Kreuzbandrisse hinter sich, als sie am 15. Jänner 2017 als Speed-"Quereinsteigerin" unerwartet zum Sieg in Zauchensee raste und danach in St. Moritz WM-Sechste wurde. Dass es nicht in dieser Tonart weiterging, lag auch an einer Gehirnerschütterung, die sie im Sommertraining in Chile erlitt und die sie lange stark beeinträchtigte. Als es endlich wieder lief, passierte im Dezember 2018 beim Super-G von Lake Louise der dritte Kreuzbandriss.

Doch die mittlerweile 25-jährige Frohnatur aus Götzis hat auch das überwunden. "Ich will wieder Rennen gewinnen", hat sie sich vorgenommen, wieder siegreicher Teil des aktuell so erfolgreichen Damen-Speedteams rund um Abfahrts-Weltcupsiegerin Nicole Schmidhofer zu werden. Jener Schmidhofer, die 2007 in Zauchensee Doppel-Weltmeisterin bei den Juniorinnen geworden ist.

Geduldig bleiben und loslassen

Dass es für die Rückkehr auf das Podest aber Zeit braucht, ist Scheyer bewusst. "Mir fehlt ja ein ganzes Jahr. Und mein größtes Ziel ist sowieso, geduldig zu bleiben. Ich bin Sportlerin, am liebsten ist mir, wenn alles schon gestern passiert wäre." Die Lösung: Loslassen. "Ich habe schon bemerkt, dass es bei mir am besten funktioniert, wenn ich nicht unbedingt gleich alles will."

Während Cornelia Hütter weiter am Comeback arbeitet, plant auch Anna Veith einen Zauchensee-Einsatz. Die Salzburgerin möchte als Training am Sonntag im Kombi-Super-G als Vorläuferin starten. Zauchensee feiert diesmal zudem 40 Jahre Ski-Weltcup, nachdem Ende 1980 hier erstmals Rennen gefahren wurden. Eingeladen wurden deshalb alle bisherigen Siegerinnen und Sieger.

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