Manuel Feller betritt sozusagen „WM-Gelände“ – und der Schmäh rennt. Er ist das einzige „Team“, das solo vertreten ist, Vincent Kriechmayr gönnt sich einen freien Tag. „Er will sich aufs Rennen fokussieren und hat gesagt, ich soll das alles übernehmen.“ Mit 32 Jahren warten auf Feller die wichtigsten Tage seiner sportlichen Laufbahn. „Wenn ich hier leer ausgehe, dann ist es die größte Niederlage, die ich jemals gehabt habe. So ehrlich muss man sein“, sagt er und wird kurz ernst. Natürlich sei er da, der Druck. „Bis zu mir heim sind es ja nur vier Lifte“, sagt der Fieberbrunner. Feller will performen – am liebsten im abschließenden Slalom am Sonntag. Dort, wo er vor einem Jahr beim Weltcupfinale mit dem Gewinn der kleinen Kristallkugel seinen größten Erfolg feierte, soll Edelmetall im Torlauf folgen. Aber vielleicht auch schon im Teambewerb. Da wurde ihm der „Partnerwunsch“ erfüllt – mit Vincent Kriechmayr bekommt er einen Teamkollegen, mit dem er schon in Europacupzeiten viel zu tun hatte, in Ushuaia auf Trainingslagern schon Zimmer geteilt hat.