Der Auftakt in die Rasensaison ist Sebastian Ofner geglückt: der Steirer setzte sich in der ersten Runde des ATP-Turniers in Halle gegen den Libanesen Benjamin Hassan (Nummer 173 der ATP-Rangliste) mit 7:6, 7:5 durch – damit fehlt noch ein Sieg, um in das Hauptfeld des deutschen Prestige-Rasenturniers einzuziehen. Doch wird dieser Sieg eine besondere Herausforderung, trifft Ofner doch in Deutschland heute auf das neue deutsche „Wunderkind“: Der 17-jährige Justin Engel verzückte beim ATP-Turnier in Stuttgart, zog bis ins Viertelfinale ein und scheiterte dort am Freitag am Kanadier Felix Auger-Aliassime. Doch stellte Engel dabei einen neuen Rekord auf, war mit 17 Jahren der jüngste Viertelfinalist in einem ATP-Rasenturnier seit einem gewissen Boris Becker – 1985 in Wimbledon.
Nach dem Aus in Stuttgart ging es sofort nach Halle, wo Engel am Samstag die Nummer 74 der Welt, Roman Safiullin, in einem fast drei Stunden andauernden Krimi mit 6:7, 7:6, 7:5 bezwang und heute im Duell um einen Platz im Hauptfeld auf Ofner trifft. Die Nummer eins in Halle ist Jannik Sinner, der bei der Ankunft in Halle verriet, „viele schlaflose Nächte“ nach dem verlorenen Paris-Finale gegen Carlos Alcaraz gehabt zu haben. „Sehr oft“ habe er da auch an die drei vergebenen Matchbälle im dritten Satz denken müssen, meinte der Südtiroler.
Tennis-Deutschland hofft aber heute nicht nur in Halle auf Engel, sondern in Stuttgart auf Alexander Zverev, der dort im Finale des ATP-250-Turniers auf den US-Amerikaner Taylor Fritz trifft.