Schon in der ersten Auffahrt (von Osten) auf das Kühtai wurde die Gruppe um die Kapitäne und Favoriten hinter der Ausreißergruppe ausgedünnt. Unter den Ausreißern war mit Rui Costa (EF) auch ein ehemaliger Weltmeister vertreten. Er war auch der letzte Fahrer, der in der zweiten Auffahrt auf das Kühtai gestellt wurde. Zuvor sicherte er sich auf dem Kühtai nach einem Antritt die Bergwertung der höchsten Kategorie (HC).

Die Fahrt zur Bergankunft wurde über das Ötztal Sattele und einen Teil der Westauffahrt geführt und da begann das Geplänkel der Kapitäne. Mit Hermann Pernsteiner und Ricci Zoidl mussten da früh auch zwei starke heimische Fahrer ihre Hoffnungen begraben. Der Gesamtführende Felix Großschartner pedalierte an der Seite seines Teamkollegen und zweifachen Etappensiegers Isaac Del Toro. Zwölf Kilometer vor dem Ende musste Großschartner nach einer Attacke von Lennard Kämna (Trek) allerdings reißen lassen. Da waren es noch gut zwölf Kilometer ins Ziel. Del Toro wartete kurz, zog dann aber zur Gruppe nach und erhöhte das Tempo. 

Auf dem Sattele wurde abermals eine Bergwertung (HC) abgenommen, ehe es nach einer kurzen Abfahrt hinauf ins Ziel ging. Del Toro, Rafal Majka (UAE), Esteban Chaves (EF), Ryan Archie (EF) und Felix Engelhardt (Jayco) setzten sich ab und rollten in Richtung Ziel. In der letzten Rampe war es Majka, der für Del Toro das Tempo hochhielt. Der Mexikaner vollendete nach einem kurzen Antritt mit einer Leichtigkeit.

Es war der dritte Etappensieg Del Toros en suite und damit hat er Großschartner auch das „Rote“ des Gesamtführenden ausgezogen. Bester Österreicher wurde Pernsteiner (13.). Großschartner belegte Rang 15 vor Philip Hofbauer (WSA Graz). Großschartner verlor im Gesamtklassement neun Plätze. Zweitbester Österreicher hinter ihm ist Hofbauer (15.).