Ewar alles angerichtet, doch am Ende steigt die große Handball-Party heute ohne den Gastgeber auf dem Parkett. Der ist nämlich zum Zusehen verdammt. Die Füchse der Spielgemeinschaft Bruck/Trofaiach haben in der vollen Brucker Halle mit einem 32:38 (17:21) gegen Schwaz den Einzug in das heutige Finale (ORF Sport +, 18.05 Uhr) des ÖHB-Cups verpasst. Somit müssen die Obersteirer weiter auf den ersten Cup-Gewinn nach 1993 warten. Das Finale bestreiten die Tiroler gegen Vöslau. Die Niederösterreicher warfen Titelverteidiger Hard mit 26:25 (11:13) sensationell aus dem Bewerb.
Nach einem ausgeglichenen Beginn (6:6) brachte ein 0:5-Lauf ab der zehnten Minute den Füchsen früh in der Partie eine Hypothek ein. Die Verteidigung war vor der Pause zu instabil und auch das Zusammenwirken mit den Keepern war ebenfalls nicht auf der Höhe. Ohne den verletzten Spielmacher Tilen Kosi fanden die Obersteirer kein probates Mittel, den Rückstand über den Angriff maßgeblich zu verringern.
Schwaz hielt den Rückstand mit einem routinierten Spiel in einem konstanten Bereich. Auch, weil die Füchse in entscheidenden Momenten ausließen. In der 47. Minute verkürzte Ex-Teamspieler Christoph Neuhold auf drei Tore, doch drei Gegentore ließen auch diese letzte Hoffnung auf die Wende im Keim ersticken. „Es war sehr schwierig, gegen eine starke Mannschaft aus Schwaz“, sagt Füchse-Trainer Benjamin Teraš, „wir haben in der Defensive keinen Zugriff bekommen und sie haben das souverän gespielt. Das war eine Niederlage, die wir verdient haben.“
Atzgersdorf gegen Hypo Niederösterreich
Heute um 15.45 Uhr wird das Finale der Frauen angeworfen. Atzgersdorf fordert da die großen Favoritinnen von Hypo Niederösterreich, die nach dem 34. Cup-Titel greifen. Doch die mit Nationalteamspielerinnen gespickte Truppe ist gewarnt: Vor genau einem Monat kassierte Hypo in der Liga die bislang einzige Saisonniederlage – gegen Atzgersdorf. „Die Niederlage gegen Atzgersdorf in der Liga war uns eine Lehre. Wir haben unsere Erkenntnisse daraus gezogen“, sagt Hypo-Trainer Ferenc Kovács.