Einen Grand-Prix-Sonntag zum Vergessen erlebte Ferrari in Shanghai. Nach einem ereignisreichen Rennen, in dem Charles Leclerc nach einer Kollision mit Lewis Hamilton seinen Frontflügel beschädigte, wurden beide Autos von der FIA disqualifiziert und aus der Wertung genommen. Ursprünglich fuhr Leclerc auf Platz fünf, Hamilton wurde Sechster.

Die Begründung der FIA liegt im unterschrittenen Mindestgewicht des Autos. Beim Monegassen wurden 799 Kilogramm gemessen – ein Kilogramm zu wenig. Der kaputte Frontflügel wurde für die Messung sogar ersetzt, weshalb die Beschädigung kein Grund für das Vergehen sein kann. Ferrari habe laut FIA bereits bestätigt, dass ein Fehler passiert sei und sie die Strafe für Leclerc akzeptieren. Auch Alpine-Fahrer Pierre Gasly wurde aufgrund eines zu niedrigen Mindestgewichts disqualifiziert.

Hamilton disqualifiziert

Etwas anders sieht die Situation bei Ferrari-Neuzugang Hamilton aus. Der siebenfache Weltmeister wurde wegen eines anderen Vergehens vom Grand Prix disqualifiziert. Messungen hätten ergeben, dass am Auto des Briten der Unterboden zu sehr abgenützt war und nicht mehr der Mindestanforderung von neun Millimetern Stärke entsprach. Durch die Disqualifikationen rücken Lance Stroll und Carlos Sainz in die Punkteränge vor.

Die Scuderia äußerte sich in einem offiziellen Statement zu dem Vorfall. „Charles fuhr heute eine Ein-Stopp-Strategie, was zu einem sehr hohen Reifenverschleiß und damit zu einem Untergewicht des Autos führte. Was den Verschleiß am Unterboden von Lewis betrifft, haben wir die Abnutzung leicht falsch eingeschätzt. Es war nicht unsere Absicht, uns einen Vorteil zu verschaffen. Wir werden aus dem heutigen Tag lernen und sicherstellen, dass wir die gleichen Fehler nicht noch einmal machen.“