Nach einem sensationellen Qualifying war Oscar Piastri auch im Großen Preis von China nicht zu schlagen. Der Australier feierte in Shanghai einen ungefährdeten Sieg und musste sich nur in der ersten Runde gegen George Russell im Mercedes verteidigen. Der Brite blieb beim Start vor Landsmann Lando Norris. Zwischen den beiden ging es des Öfteren hin und her, am Ende behielt der WM-Führende des McLaren-Rennstalls aber die Oberhand. Norris, der in den Schlussrunden Probleme mit dem Bremspedal hatte, wurde Zweiter, Russell durfte als Dritter wie schon in Australien mit auf das Podest.
An der Spitze führte aber kein Weg an Piastri vorbei. „Das war ein unglaubliches Wochenende mit einem tollen Ende. Das Auto war super. Ich bin stolz auf diese Leistung“, sagte der Australier. „Nach der vergangenen Woche habe ich mir das auch verdient.“ Zur Erinnerung: In Melbourne patzte der 23-Jährige beim Heimrennen und wurde am Ende nur Neunter. „Die Reifen haben besser gehalten als es alle erwartet haben.“
Piastri mit „Heimsieg“
Für den Rennsieger war es auch eine Art „Heimsieg“, zumindest wenn es um die Vorfahren Piastris geht. „Ich habe chinesische Vorfahren, das ist kein Scherz“, meinte Piastri und lobte das Publikum in Shanghai. „Es war großartig, auch wenn es noch ein bisschen zu viele Hamilton-Fans gibt, aber die werde ich schon noch bekehren“, scherzte der McLaren-Mann.
Auf Platz vier kam Weltmeister Max Verstappen ins Ziel, der sich in den Schlussrunden noch den beschädigten Ferrari von Charles Leclerc schnappte. Der Monegasse wurde nach dem Rennen aber ebenso disqualifiziert wie sein Teamkollege Lewis Hamilton. Abermals enttäuschend verlief der Sonntag für RB-Rookie Liam Lawson mit Platz 15. Eine positive Überraschung war Haas mit Platz sieben durch Esteban Ocon und einem zehnten Platz durch Rookie Oliver Bearman.
In der Fahrer-Weltmeisterschaft führt Norris (44) nach dem zweiten Grand Prix des Jahres acht Punkte vor Titelverteidiger Verstappen (36). Knapp dahinter liegen Russell (35) und China-Sieger Piastri (34.).