Am Sonntag steigt die letzte Runde des Grunddurchgangs. Bis dahin wird jede Mannschaft 48 Spiele in den Beinen haben, viermal gegen jeden Gegner angetreten sein. Spätestens zu diesem Zeitpunkt beginnen in den einzelnen Vereinen - bis auf Team Vorarlberg und Innsbruck - die Köpfe der Verantwortlichen zu rauchen. Für die Top-Drei des Grunddurchgangs kommt es zur Qual der Wahl, stellt sich dann die große Frage: „Welches Team wählen wir als Viertelfinalgegner, unter welchen Umständen bzw. Kalkulationen sind die Chancen eines Aufstiegs in die nächste Runde am größten.“ Die Vereine auf den Rängen vier bis acht sind auf der anderen Seite zum Zuschauen verdammt, müssen im Endeffekt nehmen was kommt.

Die Rotjacken beispielsweise, die in den letzten zwei Saisonen als Erster wählen durften, suchten sich für die erste Play-off-Runde zweimal in Folge den Achtplatzierten aus. Hört man auf die Stimmen im rot-weißen Kabinentrakt, dürfte der KAC auch diesmal nicht vom gewohnten Prozedere abweichen. Sollte die Mannschaft von Kirk Furey die Tabellenführung bis zum Schluss gegen die 99ers behaupten können, steigt daher auch die Wahrscheinlichkeit, dass es im Viertelfinale zu einem Kärntner Derby gegen den VSV kommt. Vorausgesetzt, die Villacher überstehen das Pre-Play-off und bleiben, wie aktuell, Achter.

Die Kärntner Eishockeyfans beider Lager würde diese Eventualität natürlich freuen, viel mehr aber wohl noch die Geschäftsführer Oliver Pilloni und Martin Winkler, denen jeweils zumindest zwei Heimspiele viel Geld in die Kassen spülen würden. Allerdings hätte der KAC auch viel zu verlieren, wenn seine bewährte Kalkulation diesmal nicht aufgehen würde. Vielleicht brechen die Rotjacken diesmal aber auch mit ihrer Tradition.