Das Ergebnis war am Ende deutlicher als es der Spielverlauf vermuten lässt. Gleich mit 3:0 fertigte die Klagenfurter Austria den Leader aus Lustenau im Wörthersee-Stadion ab. Obwohl die Truppe von Trainer Slobodan Grubor nur 30 Prozent Ballbesitz hatte, war sie das gefährlichere Team. Jungstar Dino Delic eröffnete in Minute 22, kurz vor der Pause legte Florian Jaritz nach. Die Gäste aus dem Ländle kamen an der Defensive und einem herausragenden Goalie Alexander Turkin nicht vorbei. Bartol Barisic entschied die Partie in der 60. Minute.

Während es sportlich läuft und man zum ersten Mal seit August dreimal in Folge nicht verlor und zumindest vorerst das Insolvenzverfahren erfolgreich einleiten konnte, was ein Antreten nächste Saison in der Regionalliga ermöglicht, ist einer der Hauptprotagonisten erneut ins Kreuzfeuer der Behörden geraten. Helmut Kaltenegger und sein nur schwer durchschaubares Firmenkonstrukt „TGI Gold AG“ stehen unter akribischer Beobachtung. Die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) warnt in einer offiziellen Aussendung vor dem Unternehmen. In dieser heißt es unter anderem: „Die FMA rät dringend davon ab, Investitionen im Zusammenhang mit dem Angebot der TGI AG zu tätigen, insbesondere nicht auf Angebote zu reagieren oder Gelder zu überweisen.“ Von Seiten der TGI hieß es in einer Replik, dass man den Hinweis der FMA als „richtig“ anerkenne und zugleich „nie fälschlich den Eindruck erweckt zu haben, unter der Aufsicht der FMA zu stehen.“

Auch in Österreich wird gewarnt

Auch die österreichische FMA schloss sich dieser Warnung an: „Dieser Anbieter hat keine Berechtigung, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen.“ Kalteneggers Firma ist darauf spezialisiert, Gold zu verkaufen, dieses aber erst Jahre später an Kunden auszuhändigen. Im Gegenzug für die lange Wartezeit bekommt der Empfänger monatlich eine Rendite auf den Kaufpreis. Welche Auswirkungen diese Warnungen auf den Austria-Geldgeber haben, ist noch nicht bekannt.