Tag eins nach Zustimmung des Sanierungsplans. Bei der Austria Klagenfurt herrscht Aufbruchstimmung, „gepaart mit Demut“, wie Matthias Dollinger meint. „Wir müssen uns wirklich nochmals bedanken, dass alle dem Plan zugestimmt haben. Jetzt gilt es, gesund zu wachsen.“ Natürlich hat er auch die Ziele von Neo-Boss Helmut Kaltenegger vernommen, Meister zu werden und in der 2. Liga vorne mitzuspielen. „Die Ziele sind super, die passen. Sie müssen aber auch einher gehen mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten. Die Fehler der Vergangenheit dürfen nicht mehr passieren.“
Was soll nun passieren? „Gemeinsam mit Zeljko Karajica und Robert Micheu sind wir hier vor Ort“, sagt Dollinger. „Wir werden mit den Spielern reden.“ Vertrag über die Saison hinaus haben Dino Delic, Elias Jandrisevits, Alexander Ranacher, Matteo Kitz, Nik Marinsek, Armin Karic, Florian Jaritz, Almir Oda, Aidan Liu, Rei Okada, Manuel Kuttin und Alexander Turkin. Ob auch alle wirklich bleiben oder es zu Vertragsauflösungen kommt, lässt Dollinger offen. „Vorrangig wollen wir mit unseren jungen Kärntner Talenten verlängern, die sich derzeit in der 2. Liga beweisen und deren Verträge im Sommer auslaufen.“
„Der Kontakt ist da“
Ergänzt werden soll der Kader mit einigen Führungsspielern. Die Fühler sind bereits ausgestreckt. Ein anvisiertes Ziel ist Christopher Wernitznig, der derzeit in Ried nicht mehr wirklich zum Zug kommt. „Die Austria ist mein Herzensverein, natürlich kann ich mir eine Rückkehr vorstellen. Der Kontakt ist da, aber zuerst will ich einmal das Saisonende abwarten“, erklärt der 36-jährige Routinier.
Offen ist, wie es mit der Akademie weiter geht. „Auch da werden wir nächste Woche mit den Gesprächen beginnen“, sagt Dollinger, der auch auf Ex-Profi Martin Hinteregger baut. „Er soll unser Nachwuchs-Chef werden.“