Immer wenn der Spitzenreiter den Meister fordert, ist eine äußerst enge Angelegenheit zu erwarten. So auch in der Kärntner Eishockey-Division I, wo Steindorf Althofen mit 3:2 im Shootout niederringen konnte. Der dreifache Titelverteidiger vom Ossiacher See ist nach souveränen Durchmärschen in den letzten Jahren dieses Mal stotternd in die Saison gestartet. Chefcoach Michael Meyer wusste auch sogleich die Gründe dafür auszumachen: „Wir haben drei Topspieler abgeben müssen. Die neue Truppe musste sich erst einfinden. Daher verlief die Saison bisher nicht so reibungslos wie die letzten Jahre.“ Gegen die Althofener dürfte Steindorf wieder zu seinem Spiel gefunden haben. „Es war sehr hart und umkämpft, aber wir hatten die besseren Chancen. Der Ausgleichstreffer im letzten Drittel war unnötig, aber wir sind froh, den zweiten Punkt mitgenommen zu haben“, resümierte Meyer. Die Härte spiegelte sich auch in der Strafstatistik wider. Gleich 42 Minuten verbrachten die Akteure insgesamt auf den Bänken.
Erste Niederlage
Die „Rhinos“ hingegen mussten die erste Niederlage einstecken, halten aber nach wie vor die Serie, in jedem Spiel gepunktet zu haben. Für Meyer kommt der Durchmarsch der Althofener keineswegs überraschend. „Sie haben immer schon zu den stärkeren Teams der Liga gezählt. Heuer haben sie ihr Potenzial besser abrufen können als alle anderen.“ Durch die knappe Niederlage von Ferlach ist Steindorf nun neuer Tabellenzweiter, sieben Punkte hinter den Treibachern.
Alle im Play-off
Besonders hohen Stellenwert hat der Grunddurchgang in der höchsten regionalen Liga jedoch nicht, denn alle acht Vereine spielen den Titel im Play-off aus. Lediglich Gegner und Heimrecht werden über die Vorrunde bestimmt. „Natürlich kann man den Modus in Frage stellen“, räumt der Steindorf-Trainer ein, „doch in erster Linie geht es um den Spaß am Eishockey. Warum also nicht alle mitspielen lassen?“ Wunschgegner hat Meyer noch keinen. „Im Play-off ist mit allem zu rechnen, trotzdem wollen wir den Grunddurchgang mindestens Zweiter werden.“
Eine klare Angelegenheit war Velden gegen Huben. Die Osttiroler konnten die Partie nur im ersten Abschnitt offen halten, kassierten im Mitteldrittel gleich vier Stück und unterlagen mit 3:7. Auch am grünen Tisch gab es eine Entscheidung: Valentin Bärnthaler von Liganeuling Zeltweg fasste für seine Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter im Spiel gegen Steindorf eine Sechs-Spiele-Sperre aus.