Von der Aufbruchstimmung, die bei den Villachern nach dem 6:2 gegen Innsbruck herrschte, war in Linz nichts zu merken. Im Gegenteil: Die Black Wings starteten gleich mit einem Stangenschuss in Minute eins (Shawn St-Amant) und hatten das erste Drittel fest im Griff. Von Villach kam zu wenig (11:3-Schüsse für Linz), Kapitän Philipp Lindner fasste es treffend zusammen: „Wir müssen genauer spielen, schneller an der Scheibe und am Gegner sein. Das war bei Weitem nicht zufriedenstellend.“
Das änderte sich im Mitteldrittel. Der VSV zog das Spiel in die Länge, kam leichter in die neutrale Zone und immer wieder zu Abschlüssen. Nach 30 Minuten hätte es 1:0 für die Adler stehen müssen. John Hughes luchste Würschl im Angriffsdrittel den Puck ab, spielte auf Kevin Hancock. Der zog aus drei Metern Entfernung zum Tor mit einem Schlagschuss durch, Linz-Keeper Rasmus Tirronen hatte aber freie Sicht und pflückte die Scheibe herunter.
Würschl trifft im Powerplay
Besser machten es die Linzer. Im Powerplay (Elias Wallenta saß in der Kühlbox) traf Würschl aus kurzer Distanz. Er verwertete seinen eigenen Rebound zum 0:1 (33.). Ein aus Sicht der Adler ungünstiger Zeitpunkt, die zu diesem Zeitpunkt immer besser ins Spiel gekommen waren.
Im Schlussabschnitt konnte man den Villachern die Bemühungen, den Ausgleich zu erzielen, nicht abstreiten. Die Blau-Weißen kämpften, taten alles, um ein Tor zu erzielen – alleine, es wollte nicht gelingen.
Im Gegensatz zu den Linzern. Nach einem abgeblockten Schuss herrschte ein Getümmel vor dem Kasten von Joe Cannata. Nick Hutchison drückte Linz-Stürmer Romig in Richtung Tor und mit ihm die Scheibe über die Linie des VSV-Gehäuses – 0:2 (57.).
Wie schon gegen Bozen und gegen Graz nahm VSV-Coach Pierre Allard den Torhüter raus, wie in jenen beiden Spielen trafen auch diesmal die Linzer – empty net goal durch Knott, 0:3 (60.).