Trainer Pierre Allard ersetzte im Vergleich zur Graz-Partie Rene Swette im Tor durch Joe Cannata und spannte Nick Hutchison zu John Hughes und Kevin Hancock. Der 30-Jährige hatte dann auch gleich die erste Möglichkeit im Spiel. In Unterzahl (Nikita Scherbak saß in der Kühlbox) tauchte er alleine vor Innsbruck-Goalie Jakob Brandner auf, konnte die Möglichkeit aber nicht nutzen.

Slapstick-Tor zum 0:1

Der VSV diktierte das erste Drittel, erarbeitete sich immer wieder gute Halbchancen – den ersten Treffer erzielten aber die Gäste. Und der kam praktisch aus dem Nichts zustande, auf eine extrem kuriose Art und Weise. Ein Innsbrucker schlenzte die Scheibe bei einem VSV-Angriff aus dem eigenen Drittel in Richtung Tor von Cannata. Steven Strong skatete dem Puck nach, blickte rechts über seine Schulter. Und übersah dabei Marcel Witting links hinter seinem Rücken. Der Haie-Stürmer traf quasi aus dem Windschatten von Strong und vorbei an Cannata, der nicht reagierte, zum 0:1 (17.). Ein Slapstick-Treffer, der nicht besser zur aktuellen Lage der Blau-Weißen passen könnte.

Zeitgleich führten die Vienna Capitals gegen Ljubljana 1:0. Die Folge: Der VSV rutschte in diesem Moment in der Tabelle unter den Strich. Der Saisontiefpunkt war erreicht. Das Positive daran: Ab nun konnte es nur mehr aufwärtsgehen.

VSV-Doppelschlag

Im Mitteldrittel blieben die Adler im Angriffsmodus. Haie-Verteidiger Ebner musste wegen Beinstellens auf die Strafbank. Der VSV brauchte im Powerplay nur vier Sekunden für den Ausgleichstreffer. Bullygewinn von Andrew Helewka, der sich gleich danach freilief und die Scheibe von Scherbak aufgespielt bekam. Helewka zog sofort ab - 1::1 (24).

Nur 51 Sekunden später jubelten die Villacher erneut. Ein Schuss von MacPherson von der blauen Linie fand den Weg ins Tor – 2:1 (24.). Und plötzlich war der VSV in der Tabelle auf Rang sieben. So eng liegt die Liga zusammen.

3:5-Unterzahl

Die Draustädter dominierten weiter, hatten aber ihre Emotionen nicht im Griff. Mit Ende des zweiten Drittels teilte Alex Wall einen Crosscheck aus. Im folgenden Getümmel teilte auch Hutchison aus, verbal gegen den Referee. Die Konsequenz: zwei Minuten Strafe für Wall, gar 2 + 10 für Hutchison. Villach wurde für seine Undiszipliniertheiten bestraft: zwei Minuten lang 3:5-Unterzahl, in der den Innsbruckern prompt der Ausgleich gelang (Corbeil, 42.).

Sollte die Partie nun zugunsten der farblosen Innsbrucker kippen? Nein, sagten sich die Hausherren. Der Schockmoment war schnell verdaut. Helewka brachte Blau-Weiß nach Scherbak-Assist erneut in Führung – 3:2 (44.).

Triplepack von Helewka

Zehn Minuten vor Schluss die Vorentscheidung. Wallenta setzte Helewka in Szene, der zum 4:2 abschluss, sein dritter Treffer an diesem Abend. Hutchinson erhöhte im Powerplay auf 5:2, den Schlusspunkt markierte John Hughes (58.). Damit kletterten die Adler in der Tabelle auf Rang sieben.

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