Para-DressurRang sieben brachte Sciancalepore die Kür und den Teambewerb

Julia Sciancalepore (25) aus Villach erreichte bei der Pflicht der Paralympischen Spiele von Tokio den siebenten Rang. Am Samstag reitet sie den Teambewerb, am Montag ist sie in der Kür dabei.

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Julia Sciancalepore mit ihrem Pferd "Heinrich IV"
Julia Sciancalepore mit ihrem Pferd "Heinrich IV" © GEPA pictures
 

Julia Sciancalepore durfte sich bei ihrem zweiten Antreten bei Paralympischen Spielen über den siebenten Rang freuen. In der Konkurrenz der Klasse „Grad I“ ritt sie als 16. Athletin auf „Heinrich IV“ in das Dressurviereck ein und erreichte am Ende eine Wertung von 70,571 Prozentpunkten. Der erste Gratulant wartete schon am Zaun: Silbermedaillengewinner Pepo Puch sagte nach dem Ritt einfach nur: „Bravo, bravo, bravo.“

Die 25-Jährige selbst war mit der gebotenen Leistung überglücklich. „Ich bin sehr zufrieden“, sagt die Villacherin glücklich, „ich habe während des Reitens gemerkt, wie er sich entspannt und das ist das wichtigste.“ Die Wertung brachte ihr nicht nur Platz sieben, sondern auch ein Ticket für die Kür am Montag. „Das war mein großes Ziel und der Bewerb war für mich auch ein Test für Samstag.“ Am Samstag und Sonntag geht es für die Mannschaft um die Medaillen und mit ihrer Leistung hat sie sich das interne Ticket auch dafür qualifiziert. Sie wird also mit Pepo Puch und Bernd Brugger reiten. „Heinrich IV“ und die Kärntnerin fanden nach ein, zwei kleinen Patzern zu Beginn gut in den Bewerb. „Er ist am Abreiteplatz vor dem Bewerb mit mir nach ganz schön gesprungen, weil er sich geschreckt hat. Während der Prüfung hat er sich beruhigt und jetzt haben wir eine ganz akzeptable Wertnoten für diese Verhältnisse.“

Die Anlage hat es ihr angetan: „Sie ist bezaubern, erhaben.“ Nach dem Bewerb wurde „Heinrich IV“ mit Äpfeln, Karotten und Müsli belohnt – die Amazone gönnte sich ein Eis. „Er hatte einen richtig tollen Schritt. Mit den Anfangslinien bin ich selbst nicht ganz zufrieden, aber das war ein Reiterfehler und den kann ich im Teambewerb ausbessern.“ Fehler seinen zwar immer schlecht, "aber es waren verzeihliche Fehler". Am Samstag geht es also im Viereck weiter „und am Sonntag chille ich. Da genieße ich dann die japanische Küche“.

Die Kür am Montag

„Man sehe sich die anderen Reiter an, da ist die Weltspitze vertreten“, sagt sie, „wenn man da ins Finale kommt, ist man richtig weit gekommen. Es sind enorm viele Starter hier bei den Spielen, obwohl die Qualifikation schon sehr schwierig war.“ Nach Rio sind es die zweiten Spiele für Sciancalepore, für ihren Sportpartner sind es die ersten. „Er ist jetzt neun Jahr alt und man merkt schon zu seinem ersten großen Championat 2018 schon, dass er ein großes Stück weiter gekommen ist und wir können noch weiter aufbauen.

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