BBC Nord Dragonz Eisenstadt ist im Augenblick in einem regelrechten Flow. Die Burgenländer feierten heuer zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Einzug ins Play-off-Viertelfinale (Best-of-five-Serie) der Basketball Superliga – und nicht genug, schockten sie im ersten Duell auswärts Wels (80:89). „Vielleicht haben sie uns etwas unterschätzt, da wir heuer schon dreimal gegen sie verloren haben. Wir haben das Underdogpflaster gut genutzt, werden das Momentum mitnehmen, nur dürfen wir die Euphorie nicht überbewerten“, meint der Klagenfurter Valentin Pasterk, der seit drei Saisonen das Trikot der Burgenländer trägt.

Der 22-Jährige macht kein Geheimnis daraus, „dass die Liga extrem ausgeglichen ist.“ Kein unwesentlicher Faktor ist jener rund um die Legionäre, die es den heimischen Korbjägern in Österreich nicht immer so leicht machen. „Manche Teams spielen mit acht Leuten, davon sind sechs Legionäre. Da musst du dich als Österreicher behaupten, dass du einen Platz hast“, erklärt der ehemalige Junioren-Nationalteamspieler und Wirtschaftsinformatikstudent, der dem Ausland freilich nicht abgeneigt wäre – Deutschland oder Italien stünden auf der Wunschliste.

„X-Faktor“ mit einer Hundertprozentquote von der Dreierlinie

Die Oberwart Gunners, amtierender Titelverteidiger, wurden ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht. Die Mannschaft mit den Köppel-Brüdern aus dem Lavanttal setzte sich souverän mit 89:65 gegen Kapfenberg durch. Florian Köppel, der Jüngere, avancierte zum „X-Faktor“ mit einer Hundertprozentquote von der Dreierlinie. „Ich hatte einen richtig guten Tag, bin froh, dass ich die Chance bekommen habe und sie auch nutzen konnte. Ich hoffe, dass der Trainer mir in den nächsten Spielen wieder die Möglichkeit gibt, damit ich frei drauf losspielen kann. Alles in allem war es eine gute Teamleistung.“

GRAZ,AUSTRIA,21.MAR.25 - BASKETBALL - Superliga, UBSC Graz vs Gunners Oberwart. Image shows Florian Koeppel (Oberwart).
Photo: GEPA pictures/ Wolfgang Grebien
Oberwarts Florian Köppel © GEPA

Benjamin Blazevic musste sich hingegen mit den Klosterneuburg Dukes Traiskirchen mit 60:83 klar geschlagen geben.