Der ÖFB-Auftritt in Belgrad war unerfreulich, ist aber ehrlicherweise leichter zu verkraften, als wenn mit der WM-Quali der wichtigere Teil der ÖFB-Mission 2025 daneben geht. Was haben wir diese Woche gelernt? Die Zahl der Optionen hat sich dank des gelungenen Experiments mit Patrick Wimmer rechts hinten vergrößert. Fallen zu viele Kadermitglieder aus, wird es in Sachen Breite dennoch schnell eng. Die Effizienz wird zunehmend zum lästigen Dauerthema.
Kein strategischer Geniestreich war das Manöver, die Teilnahme aller A-Teamvertreter bei der Gleichenfeier für den ÖFB-Campus sehr kurzfristig abzusagen. Das hätte man anders lösen können, nein müssen. Im Prinzip war es ein Vorgeschmack darauf, dass das nächste entscheidende „Match“ somit angepfiffen ist. Beim Quali-Start sollen die Weichen der neuen ÖFB-Struktur bereits gestellt sein. Die richtige Aufstellung ist auch abseits des Platzes entscheidend.
Nach den teils chaotischen Zuständen der letzten Monate und Jahre muss nicht extra betont werden, wie wichtig eine gute Lösung ist. Man wagt aus Erfahrung gar nicht mehr daran zu denken, was möglich wäre, wenn im ÖFB mal alle an einem Strang ziehen würden.