Auch wenn den SV Lafnitz und den TSV Hartberg nun zwei Spielklassen trennen, mangelt es nicht an Brisanz, wenn die beiden Nachbarn aufeinandertreffen – noch dazu im Rahmen des ÖFB-Cups. Die regionale Übermacht in der Oststeiermark bleibt Hartberg, das mit einem 5:2-Sieg im Derby den Aufstieg in die zweite Runde fixierte.

Den besseren Start erwischten trotz eines Stangenschusses von Hartberg-Stürmer Patrik Mijic nach 25 Sekunden die in die Regionalliga abgestiegenen Hausherren. Damjan Kovacevic brachte Michael John Lema im Strafraum zu Fall, Bajram Syla (12.) schickte Tom Ritzy Hülsmann beim fälligen Elfmeter ins falsche Eck. Der Torhüter war neben Dominic Vincze, Lukas Spendlhofer und Maximilian Hennig eines von vier neuen Gesichtern in der Hartberger Defensive.

Perfekte Antwort von Hartberg

Der Cup-Finalist der Vorsaison ließ sich durch den Rückschlag nicht beirren. Kovacevic bediente Elias Havel (14.) mit einem Querpass zum umgehenden 1:1-Ausgleich. In Minute 20 behielt Mijic im Lafnitzer Strafraum die Übersicht und staubte im allgemeinen Durcheinander zur Führung der Gäste ab. Kurz vor der Pause wurde Havel von Tobias Kainz in die Tiefe geschickt und verwertete eiskalt zum 3:1. Dies alles vor den Augen von WSG-Coach Philipp Semlic, der an alter Wirkungsstätte mit Hartberg den Auftaktgegner in der Bundesliga beobachtete.

Wer zur Pause mit einer Lafnitzer Aufholjagd spekulierte, wurde in Minute 54 enttäuscht, als Mijic nach starker Kovacevic-Vorlage auf 4:1 erhöhte. Von der endgültigen Entscheidung konnte man jedoch noch nicht sprechen, da Lafnitz alle Kräfte mobilisierte und durch Daniel Markl (59.) zumindest für kurze Zeit noch einmal herankam. Doch das muntere Toreschießen ging Augenblicke später weiter. Fabian Wilfinger (64.) wuchtete den Ball nach einer Ecke per Kopf zum 5:2 für Hartberg ins Tor.

Havel: „Die Mannschaft hat das gut gemacht. Der Rückstand war unglücklich, doch wir haben das Spiel schnell gedreht und sind dran geblieben.“

Der Ticker zum Nachlesen: