Selbstverständlich haben die Außenseiter aus Bischofshofen zumindest ein wenig mit einer Sensation spekuliert, sonst hätten sie laut eigener Aussage gar nicht antreten müssen. Der SK Sturm hat den Vertreter der Regionalliga West in der 1. Runde im ÖFB-Cup jedoch bereits in den Anfangsminuten humorlos mit der Realität konfrontiert. Bereits nach 13 Minuten stand es 3:0 für die Gäste aus Graz, die am Ende als 4:0-Sieger vom Platz gingen.

Trainer Jürgen Säumel musste auf die angeschlagenen Axel Kayombo, William Böving und Emanuel Aiwu verzichten. Mit Julius Beck schaffte es ein Neuzugang nicht in den Spieltagskader. Das Angriffs-Duo bildeten Seedy Jatta und Leon Grgic, als einziger im Sommer neu verpflichteter Akteur stand Innenverteidiger Tim Oermann in der Anfangsformation.

Jatta muss nach Doppelpack raus

Die erste Torchance der Partie ging auf das Konto der Hausherren. Orlando-Rahim Azzef kam in der dritten Minute aus aussichtsreicher Position zum Abschluss, dieser fiel jedoch zu überhastet aus. Welches Team über die höhere Klasse verfügt, muss nicht diskutiert werden, Sturm trat danach umgehend den Beweis an. Jekabs Laguns fälschte einen Schuss von Otar Kiteishvili (9.) zum ersten Treffer ab, Seedy Jatta (11.) erst aus kurzer Distanz und dann in Minute 13 mit einem platzierten Schuss ins Eck erhöhte auf 3:0.

Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause. Denn nach den Toren im Minutentakt kontrollierte Sturm zwar das Geschehen, spielte aber mit weniger Nachdruck auf den Torerfolg. Für eine Schrecksekunde sorgte Jatta. Der Doppeltorschütze musste in Minute 29 verletzt von Amady Camara ersetzt werden. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit konnte sich Tormann Matteo Bignetti auszeichnen, indem er einen Kopfball von Chukwudebelu Chukwurah entschärfte.

Camara besorgt den Endstand

Glücklos blieb in der Pause der übertragende Sender ORF. Störten im ersten Durchgang die Fahnen der Sturm-Fans die Übertragung, konnte eine Abordnung um Geschäftsführer Wirtschaft Thomas Tebbich den Anhang nicht überreden, ausschließlich auf akustische Unterstützung zu setzen.

Auch nach dem Wiederanpfiff wehrte sich der Underdog tapfer, war dabei jedoch mit einem Gegner im „Verwaltmodus“ konfrontiert. Erst gegen Ende drückte Sturm das Gaspedal noch mal durch, Camara (86.) traf nach einem Gegenstoß. „Wir haben unsere Aufgabe erfüllt, nicht mehr und nicht weniger“, meinte Jon Gorenc Stankovic. Säumel: „Ich hätte mir das eine oder andere Tor mehr gewünscht.“

Der Ticker zum Nachlesen:

Startelf SK Sturm: Bignetti; Johnston, Oermann, Lavalee, Karic; Stankovic, Horvat, Chukwuani, Kiteishvili; Jatta, Grgic