Am Ende machte die Effizienz den Unterschied aus. Der LASK besiegte den TSV Hartberg in der Oststeiermark 1:0. Maximilian Entrup war nach 23 Minuten der Goldtorschütze, auf ausufernden Torjubel verzichtete der Ex-Hartberger, den Blick Richtung Himmel ließ er sich aber nicht nehmen. Dem Treffer war die beste LASK-Aktion der Partie vorausgegangen. Robert Zulj zeigte, welch toller Fußballer er ist und spielte einen unwiderstehlichen Lochpass durch die Schnittstelle zwischen Paul Komposch und Fabian Wilfinger. Fahrlässig, wie offen die Mitte der Oststeirer war – Entrup war zur Stelle. Es sollte der einzige Torschuss der Linzer sein. „Es ist nicht die erste Partie, die er für den LASK entschieden hat. Das ist die Effizienz, die uns heute gefehlt hat“, sagt TSV-Trainer Manfred Schmid. „Wir schaffen es noch nicht, nach einer Führung ein zweites oder drittes Tor zuzulegen“, sagte LASK-Trainer Markus Schopp nach dem Spiel.
Davor hatte der LASK vor allem in der Anfangsviertelstunde viel Ballbesitz, fast 80 Prozent, wurde aber nicht einmal ansatzweise gefährlich. Die Hartberger fühlten sich im Mittelfeld- und Abwehrpressing wohl und schalteten nach Ballgewinn blitzschnell um. Vor allem der Australier Jed Drew (an dem auch der LASK interessiert gewesen sein soll, ehe er sich für einen Wechsel nach Hartberg entschieden hat), der mit Patrik Mijic stürmte, wurde immer wieder gesucht und stellte den Favoriten aus der Stahlstadt vor große Probleme. Eine Flanke des Australiers verpasste Youba Diarra (11.), nach wunderbarer Verlagerung scheiterte Drew alleine vor Tobias Lawal (35.), nur eine Minute später entschied er sich gegen den Abschluss und suchte einen Kollegen, den er nicht fand.
Diarra sah Gelb-Rot
Auch in Unterzahl, Diarra wurde in Minute 72 frühzeitig (und hart) mit Gelb-Rot unter die Dusche geschickt, fand der LASK keine großen Gelegenheiten mehr vor. Hartberg erspielte sich eine Vielzahl an gefährlichen Aktionen, schaffte es aber nicht, wirklich Torgefahr auszustrahlen. Stichwort: letzter Pass. „Es wäre ein gerechtes Unentschieden gewesen, aber dass man das Spiel verliert, ist sehr bitter“, sagte Donis Avdijaj. „Unsere Leistung war ordentlich, der LASK ist nicht irgendeine Mannschaft“, sagte der Offensivspieler. Dem Trainer ist wichtig: „Bei uns gibt es kein Jammern, weil das keine schlechte Leistung war.“
Sogar „stolz auf die Mannschaft“, will Kapitän Jürgen Heil das „Positive mitnehmen. Wir haben in der Vorwoche zwei wichtige Spiele gewonnen, danach verlierst du ein bisschen Spannung. Das habe ich heute gar nicht gemerkt, weil wir Energie auf dem Platz gehabt haben.“
Energie, die in den nächsten Wochen noch entscheidend sein wird. „Die Mannschaft weiß, worum es geht“, sagt Schmid. „Wir wissen, dass das eine gefährliche Situation ist. Die nehmen wir auch an“, sagt Schmid. Mit einem Sieg bei Schlusslicht Altach nächste Woche kann aber ein Schritt Richtung Klassenerhalt gelingen.