Lange hat Tim Oermann Geduld beweisen müssen, bevor er in seinem 72. Profispiel und in seinem fünften für den SK Sturm über sein erstes Tor jubeln durfte. „Ich bin jetzt nicht der geborene Torschütze, aber auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn“, sagte der Abwehrspieler, der eigentlich in der Zentrale zuhause ist. Im Champions-League-Play-off-Rückspiel gegen Bodö/Glimt wurde der Deutsche aber anstelle des verletzten Arjan Malic, der nach dem Spiel mit dick einbandagiertem Knie Richtung Teambus gehumpelt ist („Ich weiß noch nicht, was es ist“), als Rechtsverteidiger eingewechselt. Nur etwa zehn Minuten später erzielte Oermann dank eines abgefälschten Schusses den Siegtreffer zum 2:1, der in der Gesamtaddition (2:6) jedoch rein kosmetischer Natur war. „Wir sind glücklich über den Sieg und die Reaktion, die wir gezeigt haben, im Endeffekt überwiegt aber schon die Enttäuschung, dass wir es nicht geschafft haben auf zwei Spiele gesehen“, sagte der Leihspieler von Bayer Leverkusen.