Am Montag um 12 Uhr (Livestream auf www.sksportaustria.at) wird es in Sachen Champions League ernst für den SK Sturm. In Nyon steigt die Auslosung für das Play-off zur Königsklasse. Auch Salzburg, das zuvor noch Brügge eliminieren muss, lernt die mögliche letzte Hürde kennen. Gespielt wird am 19/20. August (Hinspiel) und 26./27. (Rückspiel). Sturm, das das Heimspiel im Wörthersee-Stadion von Klagenfurt austragen muss, ist am Meisterweg ungesetzt und bekommt es mit einem dieser Vereine zu tun:
Bodö/Glimt (Norwegen): Die im nördlichen Norwegen gelegene Stadt Bodo hat dank der europäischen Ausrufezeichen des lokalen Fußballklubs inzwischen in Sachen rundes Leder einen Fixplatz auf der Landkarte. In der Vorsaison schafften es die Skandinavier sensationell bis ins Halbfinale der Europa League, 2021/22 war erst im Viertelfinale der Conference League Endstation. Vier Meistertitel (2020, 2021, 2023, 2024) in den Zwanzigern sprechen für sich, es waren die ersten in der Vereinsgeschichte.
Celtic Glasgow (Schottland): In puncto Meistertitel kennt sich kaum ein Klub so gut aus wie Celtic, das sich 55 Mal zum Champion krönte und gleichauf mit Lokalrivalen Glasgow Rangers schottischer Rekordmeister ist. Die Auswärtsreise wäre angesichts der zu erwartenden Stimmung im Celtic Park ein Highlight. In der Liga kamen in der Vorsaison im Schnitt 58.972 Zuschauer. Im Tor steht mit Kasper Schmeichel ein Haudegen mit großem Namen. Kein Wiedersehen würde es mit Nicolas Kühn geben, der Ex-Rapidler wurde im Sommer um kolportierte 19 Millionen Euro an Como verkauft.
Lech Posen (Polen)/Roter Stern Belgrad (Serbien):
Welchen Reiz ein Kräftemessen mit dem serbischen Titelträger hätte, muss man nicht groß erklären. Nach dem Flirt mit Rapid entschied sich Marko Arnautovic für einen Zweijahresvertrag beim Traditionsklub aus der serbischen Hauptstadt. Mangels Wechsel in die Bundesliga wäre ein Duell mit Sturm die Chance für den ÖFB-Rekordinternationalen, erstmals in seiner langen Karriere gegen ein rot-weiß-rotes Profiteam zu spielen. Stimmungstechnisch ließe ein Gastspiel bei Roter Stern ebenfalls einiges erwarten. Als vornehm zurückhaltend sind jedoch auch die Anhänger von Lech Posen nicht bekannt. In der Vorsaison kamen im Schnitt knapp 30.000 Zuschauer zu den Heimspielen.
Malmö (Schweden)/FC Kopenhagen (Dänemark):
Auch die Fankultur in Schweden ist nicht zu unterschätzen, genauso wenig wie der 24-fache Meister Malmö FF. Mit Robin Olsen steht ein 77-facher Nationalteam-Goalie Schwedens im Tor, Ex-Austrianer Jens Stryger Larsen kennt die Bundesliga bestens. Für den Dänen ist das Aufeinandertreffen mit dem FC Kopenhagen ein spezielles, ebenso wie es dies für die Danish-Dynamite-Gruppe bei Sturm (William Böving, Tochi Chukwuani, Julius Beck und Oliver Christensen) wäre. Böving wurde sogar beim Hauptstadt-Klub ausgebildet, auch ein gewisser Rasmus Hojlund kam vom FC Kopenhagen nach Graz. Mit dem einstigen Dortmund-Wunderkind Youssoufa Moukoko verpflichtete der 16-fache dänische Meister einen bekannten Namen für den Angriff.
Ludogorets Rasgrad (Bulgarien)/Ferencvaros Budapest (Ungarn):
Fällt das schwarz-weiße Los auf den Sieger dieser Paarung, könnte man sich am kommenden Wochenende bei Rapid-Trainer Peter Stöger erkundigen, der im Herbst 2021 den Traditionsverein aus der ungarischen Hauptstadt betreute. Der aktuelle Coach war als Aktiver ein Großer, Robbie Keane bestritt immerhin 146 Länderspiele (68 Tore) für Irland. 36 Meistertitel eroberte der Traditionsverein, zuletzt deren sieben in Folge. Über reichlich Österreich-Erfahrung verfügt Goalgetter Barnabas Varga (Mattersburg, Lafnitz). Ex-Salzburger Naby Keita, für den Liverpool einst 60 Millionen Euro an Leipzig überwies, versucht seine Karriere bei Ferencvaros wieder in Schwung zu bringen. Eine Österreich-Connection von Ludogorets steht im Tor, Hendrik Bonmann war zwei Jahre beim WAC. Der Akteur mit dem höchsten Marktwert, Bernard Tekpetey (4,5 Millionen Euro), spielte in jungen Jahren eine halbe Saison in Altach. Der Verein aus Rasgrad ist übrigens der Inbegriff eines Abonnementmeisters. Alle 14 Titel der Klubgeschichte gelangen seit 2012 in Serie.