Jahrelang prägte Peter Pacult die Klagenfurter Austria. Der Wiener war in der Kärntner Landeshauptstadt eine Ikone, verhalf dem Team trotz überschaubarer Mittel immer wieder zur Qualifikation für die Meistergruppe in der Fußball-Bundesliga. Nach Lizenz-Turbulenzen und der Bekanntgabe eines neuen Sponsors musste der 65-Jährige aber vor einigen Wochen seinen Platz räumen. Die Austria rutschte mitten in den Abstiegskampf und die Vereinsführung wollte einen neuen Impuls setzen. Dieser kam in Form von Ex-Leoben-Coach Carsten Jancker.

Im Fußball-Podcast „Gelb-Rot“ rechnete Pacult nun mit Klagenfurts Sportdirektor Günther Gorenzel ab. Er sei nicht nur „schwer enttäuscht“, sondern „kann ihn auch nicht mehr sehen“. Als Grund führte der Ex-Trainer die Kritik Gorenzels an den Trainingsmethoden an. „Das habe ich mitbekommen, dass er da eine Woche später sagt, wir haben dies oder das nicht trainiert. Wir haben drei Jahre das obere Playoff erreicht. Er ist ja seit einem Jahr Sportdirektor bei Klagenfurt, da hätte er ja einmal kommen können und hätte sagen können: Hallo, was trainierst du oder was trainierst du nicht? Er ist nie gekommen. Aber jetzt dann eine Woche später sich vor eine Kamera stellen und so nachzutreten, was man nicht alles nicht trainiert hat.“

Pacult schwer enttäuscht

In schwierigen Phasen habe Pacult immer versucht den Verein aus der Schusslinie zu nehmen. „Ich habe mich das ganze Jahr vor die Mannschaft und vor den Verein gestellt. Die Öffentlichkeit weiß ja gar nicht, was allein nur 2025 passiert ist innerhalb der Mannschaft, was man nicht nach außen tragen kann. Da waren Schwierigkeiten da, die für einen Trainer eine enorme Belastung sind.“

Für die Klagenfurter stand er in 156 Spielen an der Seitenlinie und führte den Klub sensationell in die Bundesliga. Dort gelangen ihm einige Achtungserfolge. Wie es mit Pacult in Zukunft sportlich weitergeht, ist noch offen.