Es hätte ein Fußballfest in der Wolfsberger Lavanttal-Arena werden können. Vor ausverkauftem Haus wollte der WAC gegen die Wiener Austria ein Entscheidungsspiel um den Titel in der letzten Runde gegen Sturm Graz erzwingen, doch vielleicht wollte man es ein bisschen zu viel. Die Wolfsberger wirkten von Beginn weg verkrampft, bekamen keinen geordneten Spielaufbau auf den Rasen. Wie schon so oft in dieser Saison, fand die Truppe von Didi Kühbauer keine geeigneten Mittel. Zu geordnet stand die Defensive der Wiener, zu oft wurden Angriffe bereits an der Mittellinie unterbunden. Gesamt war das Auftreten des WAC in der ersten Hälfte von vielen Fehlpässen geprägt. So lud man die Austria dazu ein, ihr kompaktes, ruhiges Spiel durchzuziehen und die 1:2-Niederlage war dessen logische Konsequenz. Bereits nach acht Minuten wurde es doppelt gefährlich, als Dominik Fitz gleich zweimal aus kurzer Distanz den Ball nicht im Tor unterbrachte. Eine Viertelstunde später rettete Nikolas Polster in höchster Not vor Abubakr Barry, zudem musste Abwehrchef Dominik Baumgartner nach nur 25 Minuten verletzt ausgewechselt werden. „Es ist irgendwas beim Knöchel, aber eine genaue Diagnose gibt es noch keine“, sagte Baumgartner. Die Lavanttaler wurden nur durch Konter ansatzweise gefährlich, so stieß Ballo nach einem solchen mit Austria-Goalie Samuel Sahin-Radlinger zusammen, dieser berührte aber noch den Ball, daher blieb die Elfmeterentscheidung aus. „Wir haben es heute nicht so auf den Platz gebracht. Die Austria hat verdient gewonnen“, analysierte Nico Wimmer. „Das tut jetzt natürlich weh, aber es ist im letzten Spiel noch alles möglich, auch wenn wir es nicht mehr in der eigenen Hand haben.“
WAC - Austria Wien 1:2
Schwerer Rückschlag, aber noch nicht alles verloren
Der WAC unterlag Austria Wien nach schwacher Leistung mit 1:2. Vom ersten bis zum vierten Platz ist jetzt noch alles möglich.
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