Die Austria aus Wien kann getrost als Angstgegner des WAC bezeichnet werden. In den bisherigen drei Begegnungen gelang lediglich ein Punkt und ein Tor. Sie sind auch die einzige Mannschaft in der Meistergruppe, gegen welche die Wolfsberger diese Saison noch sieglos sind. Jetzt steht in der vorletzten Runde am Samstag (17 Uhr) wohl das wichtigste Match gegen die Wiener auf dem Programm. Doch woran liegt die Schwierigkeit, gegen die Favoritner Tore zu erzielen und etwas Zählbares mitzunehmen? „Sie stehen hinten extrem gut und schalten schnell um. Da tun wir uns manchmal schwer, rechtzeitig zu reagieren. Umgekehrt wissen sie Konter effektiv zu unterbinden. Sie haben nicht umsonst auf dem Papier die beste Defensive der Liga“, analysiert Trainer Dietmar Kühbauer. Insgesamt gab es in den Partien zwischen dem WAC und der Austria aus Wien bisher erst fünf Tore zu bestaunen. Vier davon fielen beim 3:1 der Wiener alleine in der zweiten Runde vergangenen August. Im Herbst gewann die Mannschaft von Coach Stephan Helm im Lavanttal knapp mit 1:0. Zuletzt trennten sich die beiden in der Generali Arena bei einem chancenarmen, von Zweikämpfen geprägten Spiel torlos mit 0:0. Man kann also getrost auch dieses Mal wieder ein enges, von der Defensive geprägtes Duell erwarten. Die Ausgangssituation ist diesmal jedoch eine gänzlich andere. Die Austria braucht zwingend einen vollen Erfolg, will man nach der Heimniederlage im Derby noch ein Wörtchen um den Titel mitreden. Gleichzeitig muss man auf Schützenhilfe des Stadtrivalen Rapid gegen Sturm Graz hoffen. Die Violetten vom Verteilerkreis dürfen sich also nicht verstecken sondern müssen auf Sieg spielen, Kühbauer glaubt allerdings nicht, dass es an der taktischen Ausrichtung der Austria etwas verändern würde. „Sie werden nicht mit offenem Visier ins Messer laufen und blind drauf losstürmen. Das ist nicht ihr Stil“, ist der Burgenländer überzeugt.
WAC
Kühbauer: „Als Trainer denkt man da ganz anders“
Die Wiener Austria ist die vorletzte Hürde auf dem Weg zum Meistertitel. Es könnte zum wichtigsten Spiel der Vereinsgeschichte werden.
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