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ÖFB-TeamHinteregger: "Wenn wir zur EM wollen, müssen wir gewinnen"

Für Martin Hinteregger nahm ein turbulenter Sommer ein glückliches Ende, Stefan Lainer will in Deutschland durchstarten. Gemeinsam mit dem ÖFB-Team müssen die Ex-Salzburger gegen Lettland bestehen.

Martin Hinteregger
Martin Hinteregger glaubt an "Pflichtsieg" gegen Lettland. © (c) APA/EXPA/DOMINIK ANGERER (EXPA/DOMINIK ANGERER)
 

Für viele österreichische Fußball-Nationalspieler ist es eine Rückkehr an ihre frühere Wirkungsstätte. Neun von 23 Kaderspielern sind aktuelle oder ehemalige Akteure von Red Bull Salzburg. Im Stadion des Serienmeisters soll am Freitag (20.45 Uhr/live ORF 1) in der EM-Qualifikation der erwartete "Pflichtsieg" gegen Lettland gelingen.

Die Ausgangssituation sei ähnlich wie im Juni in Nordmazedonien (4:1), meinte der frühere Salzburg-Verteidiger Martin Hinteregger. "Wenn wir zur EM fahren wollen, müssen wir gewinnen." Als Gruppendritter liegen die Österreicher einen Zähler hinter den zweitplatzierten Israelis. Hinteregger: "Wenn man sich die Tabelle anschaut, sind wir sowas von dabei. Jetzt geht es um den Pflichtsieg."

Turbulenter Sommer mit Happy End

Hinteregger fühlt sich gut in Schuss. Sein Sommer war von Turbulenzen geprägt, bis sich der Wunsch nach einem Fix-Transfer vom FC Augsburg zu Eintracht Frankfurt erfüllte. Zuvor war Hinteregger mit seiner Rucksack-Wahl und dem Video eines nächtlichen Ausfluges in die Schlagzeilen geraten. "Ich habe es auch als turbulent mitbekommen", sagte der 26-Jährige am Montag im ÖFB-Teamcamp in Saalfelden. "Es ist wichtig, dass jetzt Ruhe einkehrt."

Auf die Frage, ob durch seine Aktionen im Sommer möglicherweise ein Bild von ihm entstanden sei, das er gar nicht wollte, sagte Hinteregger: "Es ist halt so entstanden. Die, die ein bisschen Ahnung haben von den Zeitungen und so, die wissen, dass da großteils nur Halbwahrheiten drinnen stehen. Von dem her sehe ich das nicht so schlimm. Alle, die mich persönlich kennen, die wissen, was wirklich Fakt war."

In Frankfurt ist was Großes im Entstehen.

Martin Hinteregger

Der Kärntner hat bis 2024 in Frankfurt unterschrieben. Kolportierte zwölf Millionen Euro überwies der Klub von Adi Hütter für ihn an Augsburg. Hinteregger bezeichnete den Transfer daher als Gewinn für alle Beteiligten – auch für ihn selbst. "Ich werde dort sehr geschätzt. Ich möchte ganz Frankfurt etwas zurückgeben. Da ist was Großes im Entstehen."

Bei seiner Ankunft in Frankfurt war Hinteregger wie ein Held empfangen worden. "Die Liebe und die Zuneigung von den Fans, das ist nicht ganz alltäglich", meinte der Innenverteidiger. Gute Leistungen seien die Basis dafür. Dazu vermutete Hinteregger, dass sein Auftreten und seine "offene Art" dazu beitragen haben könnten, dass er zum Fan-Liebling geworden ist.

Lainer sieht keinen "Rose-Bonus"

Ganz so weit hat es Stefan Lainer bei Borussia Mönchengladbach noch nicht gebracht. Aber auch dem kampfkräftigen Rechtsverteidiger kommt der positive Zugang in Deutschland zugute. "Da ist eine große Wertschätzung, wenn du alles reinwirfst. Das wollen die Leute sehen", sagte der 27-Jährige. "Da macht es auch nichts, wenn du einmal ein paar Fehlpässe machst."

Den Bonus, in Gladbach weiterhin von seinem früheren Salzburg-Trainer Marco Rose betreut zu werden, wollte Lainer nicht überbewerten. "Es ist auch für mich sehr viel neu." Der Salzburger findet sich nach seinem 12,5-Millionen-Euro Transfer in der neuen Welt aber bereits gut zurecht. Die Sprache werde nur leicht angepasst. "I geh aufs Häusl" sei laut Lainer mittlerweile auch in der Gladbacher Mannschaftskabine ein weitverbreiteter Ausspruch.

Im Nationalteam verstehen ihn seine Kollegen auch unangepasst. Die Banden sind vor allem innerhalb der früheren Red-Bull-Spieler stark. Mit Leipzigs Konrad Laimer und Wolfsburgs Xaver Schlager, der am Samstag einen Knöchelbruch erlitten hatte, war Lainer am freien Sonntag essen. "Xaver redet schon wieder davon, wann er zurückkommt", schilderte Lainer. Das überrasche ihn nicht. "Er ist ein Kämpfer."

Deutschland-Flut im ÖFB-Kader

Durch Schlagers Ausfall stehen 17 Deutschland-Legionäre im aktuellen ÖFB-Kader. Dazu kommen nach der Nachnominierung von Thomas Goiginger (LASK) anstelle des verletzten Peter Zulj (Anderlecht) vier Spieler aus der heimischen Bundesliga sowie Marko Arnautovic (Shanghai SIPG/China) und Valentino Lazaro (Inter Mailand/Italien).

Den großen Anteil an früheren Salzburg-Kickern schätzt Lainer als möglichen Vorteil ein. "Man kennt sich einfach." Das mache es für junge Salzburg-Akteure einfacher, im Team Fuß zu fassen. Dazu komme der Spielstil. "Was wir (in Salzburg) gespielt haben unter Marco Rose ist nicht so abweichend von dem, was Franco Foda will. Das macht gewisse Dinge einfacher." Zwar habe jeder Trainer seine eigenen Ideen, "aber grundsätzlich ist es ähnlich."

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