Kader für WM-Qualifikation"Österreicher" Karim Adeyemi in Deutsches Nationalteam einberufen

Der 19-jährige Salzburg-Stürmer spielte sich ins Blickfeld von DFB-Nationalteamtrainer Hansi Flick und wurde in den Kader für die WM-Qualifikationsspiele im September einberufen.

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Karim Adeyemi
Karim Adeyemi © GEPA pictures
 

Nun ist es also fix. Der erst 19-jährige Salzburg-Stürmer Karim Adeyemi steht im Kader der deutschen Nationalmannschaft für die WM-Qualifikationsspiele im September gegen Liechtenstein, Armenien und Island. Damit ist erstmals ein Spieler vertreten, der ein Spieler, der in der österreichischen Bundesliga engagiert ist. Im 26-köpfigen Kader könnte er an der Seite von Thomas MüllerMarco Reus und Manuel Neuer und Co. für Torgefahr sorgen. Adeyemi führt mit sechs Treffern die Torschützenliste in Österreich an, debütierte erst vor wenigen Monaten bei der EM-Endrunde für die deutsche U21 und wurde Europameister. Mit Nico Schlotterbeck (21) von Freiburg und David Raum (23) von Hoffenheim wurden zwei weitere Junge erstmals nominiert.

Sie haben bei der U21 tolle Leistungen gebracht", lobte Flick das junge Trio. "Wir denken, es ist ein guter, ein interessanter Kader mit einer guten Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern", betonte Flick.

Mats Hummels fehlt unterdessen mit Patellasehnenproblemen im Aufgebot. Flick will beim Neuaufbau der Mannschaft Richtung WM 2022 in Katar auch weiterhin auf die Erfahrung von ehemaligen Weltmeistern wie dem Dortmunder Abwehrchef Hummels (32) und Bayern-Profi Thomas Müller (31) setzen. Hummels ist beim BVB aber erst seit kurzem wieder voll im Trainingsbetrieb. Er soll nach "kicker"-Informationen "sein Aufbauprogramm in Dortmund fortsetzen und erst im Oktober wieder zum DFB-Team stoßen".

Schon vor dem ersten Treffpunkt der DFB-Auswahl zum Neustart am Sonntagabend in Stuttgart gab Flick Einblicke in einige taktische Grundsatzentscheidungen. Joshua Kimmich wird im Gegensatz zur EM wieder als Sechser im zentralen Mittelfeld spielen. Und nach Joachim Löws erfolglosem Versuch mit der Dreierkette bei der EM wird die Viererreihe wieder das präferierte System für die Abwehr sein. "Das ist der Plan", sagte Flick am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Der 18-jährige Florian Wirtz von Bayer Leverkusen ist als vierter Profi bisher noch ohne Länderspiel-Einsatz. 18 Spieler, die bei der EM-Enttäuschung noch unter Flicks Vorgänger Löw im Sommer dabei waren, gehören weiterhin dazu. Neben dem nach dem Achtelfinal-Aus bei der EM-Endrunde zurückgetretenen Toni Kroos wurden sieben Spieler, darunter Hummels (32) und dessen BVB-Kollege Emre Can (27), nicht berücksichtigt.

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