Noch schneller hätte die Klagenfurter Austria nach dem 2:1 in Salzburg in der Vorwoche fast nicht auf den Boden der Realität zurückgeholt werden können. Nach lediglich gut zehn Minuten hatte sich die Truppe von Rolf Landerl drei Tore nach Eckbällen gefangen. Ausgerechnet gegen eine Jugendmannschaft, die eher mit kleinen, quirligen Technikern, als mit robusten Kopfballungeheuern glänzt. Dennoch stand bei allen Aktionen die Konfusion den Austria-Spielern ins Gesicht geschrieben. Keiner wusste etwas mit den Bällen anzufangen. Torhüter Manuel Kuttin, bei den Treffern schuldlos, ging mit seinen Vorderleuten hart ins Gericht: „Wenn du gegen eine Nachwuchsmannschaft, der wir körperlich und im Zweikampf haushoch überlegen sein sollten, aus drei Standards drei Stück kassierst, brauchst du dich am Ende über die Niederlage nicht wundern. Wir haben uns echt angestellt wie Schulbuben.“ Die Wiener zeigten vor allem in der ersten Viertelstunde mit spielerischer Klasse auf, kombinierten sich teilweise sehenswert durch die etwas überforderten Abwehrreihen der Austria, woraus auch die vielen Eckbälle resultierten. „Die sind jung und ehrgeizig, wollen sich beweisen und einfach schönen Fußball spielen. Wir waren in der Anfangsphase nicht auf dem Platz und haben uns die Schneid abkaufen lassen“, fuhr Kuttin mit seiner Analyse fort. „Auch in der zweiten Liga wird jede Unachtsamkeit sofort bestraft.“

Marc André Schmerböck, der sich nach seinem Maßfreistoß auf den Kopf von Bartol Barisic wieder einen Scorerpunkt gutschreiben durfte aber sonst bei seinen Abschlüssen durchwegs glücklos blieb, machte auch auf die wenigen positiven Seiten des Spiels aufmerksam: „Wir hatten nach dem Anschlusstreffer das Spiel eigentlich 80 Minuten gut im Griff. Die Wiener haben nicht mehr viel getan, aber wir haben die Chancen nicht genützt. Wir hätten diese Partie drehen müssen oder zumindest ein Remis erreichen. Aber es war besonders in Hälfte zwei gut zu sehen, dass wir offensiv vorhanden sind.“ Kommenden Freitag geht es auf den FAC-Platz zum SV Stripfing, der neben Bregenz als großer Abstiegskandidat gehandelt wird.