Der VSV hat seine Pflicht einmal getan und einen mühsamen Sieg bei Olimpija Ljubljana eingefahren. Bei einer Mannschaft, wo man gerade auswärts schon öfter nicht gut ausgeschaut hat. Die Villacher kamen wie von der Tarantel gestochen aus der Kabine, schnürten Ljubljana zu Beginn ein. Den Dosenöffner machte Philipp Lindner nach knapp neun Minuten, mit einem verdeckten Weitschuss besorgte der Abwehrspieler nicht nur das 1:0 sondern auch seinen zehnten Saisontreffer. Lindner ist übrigens der treffsicherste Verteidiger der gesamten Liga.
Im Mitteldrittel enteilte Kevin Hancock der slowenischen Abwehrreihe und düpierte Ljubljana-Goalie Lukas Horak mit dem „Gurkerl“. Danach riss der Faden aber ein wenig, die fairste Mannschaft der Liga ließ sich alleine im Mitteldrittel zu drei Strafen hinreißen. Jene gegen Alex Wall und Thomas Vallant nützten Marcel Mahkovec (31.) und Rok Kapel binnen 201 Sekunden zum 2:2-Ausgleich.
Ein Stein fiel den Villachern im Schlussabschnitt sichtlich vom Herzen, als Mark Katic die Scheibe zur neuerlichen Führung in die Maschen hämmerte. Schließlich wäre gar bei einer Niederlage die direkte Play-off-Chance schon dahin gewesen. Den Schlusspunkt setzte mit der Schlusssirene in Überzahl Chase Pearson.
Das Duell lautet jetzt wohl Villach gegen Fehervar
Im Kampf um die Top sechs ist Graz dank des Siegs über Pustertal quasi gerettet, kann am spielfreien letzten Tag relativ ruhig zuschauen. Linz ist nach dem Overtimesieg gegen den KAC noch in der Verlosung, allerdings reicht ein Punkt daheim gegen Vorarlberg um vor den siebtplatzierten Villachern zu bleiben. Vorarlberg hat zudem gar keine Chance mehr, sich noch fürs Pre-Play-off zu qualifizieren. Dafür ist ebenso plötzlich wie unerwartet Fehervar neuer Teilnehmer des Dreikampfes um zwei verbleibende Plätze. Nach dem 3:4 daheim gegen Bozen liegen die Ungarn plötzlich zwei Punkte vor Villach auf Rang sechs. Ein Punkt wäre am letzten Spieltag genug, im direkten Duell ist Fehervar vor dem VSV.
Aber: Während Villach daheim gegen Nachzügler Asiago alternativlos drei Punkte braucht, bekommt es Fehervar daheim mit Meister Salzburg zu tun, für den es zu dem Zeitpunkt noch um Platz eins gehen könnte. Und wenn da Thomas Raffl, Lucas Thaler, David Kickert und Co. ihren „alten Freunden“ aus der Draustadt mit einem Sieg nach 60 Minuten einen Gefallen tun, steht der VSV mit drei Punkten gegen Asiago doch noch sicher im Play-off.
Kurios: Holt Fehervar einen Punkt und der VSV gewinnt, dann wären in einer Dreier-Tabelle der Punktegleichen mit Graz plötzlich die 99ers Siebenter.