Es war beim VSV an der Zeit, nach dem letzten Auftritt im Pustertal etwas zu ändern. Das war auch Trainer Tray Tuomie bewusst, der den Spielern unter der Trainingswoche auch deutlich seine Meinung kundgetan hat und die Linien wieder einmal kräftig durcheinanderwirbelte. Die „kurze Leine“, wie er es diplomatisch nennt, hat jedenfalls gezogen. Die Adler kamen in Wien frisch, ja beinahe wie aufgezogen, aus der Kabine. Der verdiente Lohn stand nach gut vier Minuten auf der Anzeigetafel, als Chase Pearson den Puck volley aus der Luft ins Netz bugsierte. Weil Wien danach zwar offensiv bemüht, hinten aber teils haarsträubend fehlerhaft agierte, entwickelte sich ein munteres Hin und Her, in dem Villach nachlegen konnte. Nur 67 Sekunden waren im Mitteldrittel absolviert, da riss John Hughes nach Patzer von Caps-Keeper Sebastian Wraneschitz die Hände hoch. Und als dann zur Spielmitte die Durststrecke von Kapitän Alexander Rauchenwald, assistiert von den beiden Rückkehrern Benjamin Lanzinger und Maxi Rebernig, mit seinem ersten Saisontor endete, war nicht nur der zwischenzeitliche Anschluss durch Maxi Böhm (26.) vergessen, sondern auch die Villacher Seele für einen Moment vollends besänftigt.