Erstmals trafen die Rotjacken in dieser Saison auf Tabellenführer und Liga-Rückkehrer Olimpija Ljubljana. In der Vergangenheit waren die Slowenen im grün-weißen Dress eher dafür bekannt, ein Garant für einen Punktezuwachs zu sein. Eine Tatsache, die einige KAC-Spieler vielleicht noch im etwas Hinterkopf hatten - zumindest im ersten Drittel. Da demonstrierte Laibach nämlich eindrucksvoll, warum heuer mit ihnen durchaus zu rechnen ist, lag nach zwanzig Minuten auch völlig verdient mit 2:0 in Front.

Die Heimischen ließen in fast allen Aktionen die letzte Konsequenz vermissen, gingen halbherzig in die Zweikämpfe und hatten phasenweise Probleme mit dem geradlinigen und schnörkellosen Spiel der Gäste. Dazu kam eine hundertprozentige Powerplay-Ausbeute der Slowenen im ersten Abschnitt. Tomazevic (8.) und Cimzar (11.) sorgten so für die Pausenführung.

Wesentlich aggressiver kam der KAC aus der Kabine zurück, Petri Matikainen schien die richtigen Worte gefunden zu haben. Bereits nach 104 Sekunden besorgte Thomas Vallant den Anschlusstreffer. Dennoch taten sich die Rotjacken weiterhin schwer ihren Rhythmus zu finden. Erst im Laufe des Spiels schafften sie es, Laibach mehr und mehr ihr Spiel aufzuzwingen und wurden, spät aber doch, mit dem Ausgleich belohnt. 13 Minuten vor dem Ende sorgte Thomas Koch für das erlösende 2:2. Die Freude über die geglückte Aufholjagd währte jedoch nur knapp neun Minuten, denn die Drachen schlugen noch einmal zurück.


Wie so oft an diesem Abend war es ein weiter Pass aus dem Verteidigungsdrittel bis zur gegnerischen blauen Linie, der den Rotjacken zum Verhängnis wurde. Guillaume Leclerc, Topscorer der Liga, ließ sich nicht zweimal bitten und sorgte nicht nur für die Entscheidung, sondern auch für den 3:2-Endstand zugunsten der Gäste. Nach acht Spielen musste die Matikainen-Truppe erstmals wieder ohne einen Punktgewinn vom Eis. Am Freitag gegen den VSV wird der KAC wieder ein anderes Gesicht zeigen müssen.