Auf den Extrametern, die den KAC zurück nach Bruneck geführt hatten, zeigten die Klagenfurter dieses Mal ihr gewohntes Gesicht. Hochkonzentriert, schnell in den Beinen und in den Gedanken. Die müde wirkenden, und dennoch aufopfernd kämpfenden Pustertaler konnten der Zermürbetaktik der Rotjacken dieses Mal nichts entgegensetzen. Ihre Waffen waren vor allem deswegen stumpf geworden, weil das Team um Trainer Kirk Furey deutlich souveräner als zuletzt aufgetreten ist. Mit einem 3:1-Sieg zog der KAC ins Halbfinale ein.

Unverändert musste wie im fünften Duell auch dieses Mal der KAC auf Nick Petersen verzichten. Gleichzeitig beklagten die Pustertaler mit Jason Akeson einen weiteren namhaften Verletzten. Anders als in Klagenfurt verzichtete der KAC auf Rotationen, stellte um und zog Sablattnig in den Angriff. Damit fanden die Rotjacken deutlich besser in ihren Rhythmus, zeigten sich jedoch abwartend, prüften die Verfassung der Gastgeber, die lange zurückhaltend agierten. Und so sorgte Raphael Herburger für das erste Ausrufezeichen, der von Unterweger genial bedient worden ist, ideal abfälschte.

Die Abstimmung zwischen rot-weißer Offensive und Defensive funktionierte problemlos. Ein sichtlich hochkonzentrierter KAC unterband viele Aktionen, störte früh. Pustertal blieb an Stöcken, Körpern oder sich selbst hängen. Und Maxi Preiml fügte sich trotz langer Pause nahtlos ein. Knapp vor dem ersten Abschnitt scheiterte Daniel Obersteiner an Keeper Eddie Pasquale. Die Schlussmänner standen auch im Mittelabschnitt im Fokus. KAC-Keeper Sebastian Dahm behielt in einer unübersichtlichen Situation den Durchblick (27.), war . Danach war vermehrt Pasquale gefordert, der jedoch viele Schüsse abprallen ließ. Etwa durch Schwinger (32.), oder nach Aabo-Schlenzer (36.). Für eine wichtige Rettungstat sorgte kurz vor dem zweiten Pausentee Steven Strong, der nach Zanatta-Schuss vor Purdeller eingriff.

Pustertal mit Hoffnung

Es schien, als würde ein lauffreudiger KAC mit seiner Taktik, den Gegner zu zermürben das richtige Rezept gefunden zu haben. Speziell nach dem 2:0. Fabian Hochegger eroberte nach giftigem Forecheck in der Rundung die Scheibe, legte quer und Matt Fraser netzte ein (43.). Doch das drohende Saisonende schien die Pustertaler neu zu beflügeln. KAC-Trainer Furey erwartete eine Drangphase, deutete, die Defensive zu verdichten. Doch ein geblockter Schuss leitete den Konter über Zanatta ein, dieses Mal gelang Tommy Purdeller der Abschluss – 1:2. Der Treffer hauchte den Südtirolern neue Hoffnung ein.

In der Schlussphase entwickelte sich eine Nervenschlacht. Pustertal mobilisierte alle Restkräfte, doch der KAC stemmte sich dagegen. Als Pasquale seinen Kasten für einen sechsten Feldspieler räumte, schlug Daniel Obersteiner zu. Damit war das Halbfinale in trockenen Tüchern.

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