Die Linzer wollten es nach der bitteren Overtime-Niederlage in Graz von Beginn an wissen und starteten vor Heimpublikum äußerst aggressiv in das dritte Duell der Viertelfinalserie. Während die 99ers abwarteten, übernahmen die Black Wings in den Anfangsminuten das Kommando. Der erste Treffer sollte aber dennoch aufseiten der Gäste fallen, als Sam Antonitsch nach einem geblockten Schuss abstaubte (6.). „Das erste Tor in Linz zu schießen, ist immer wichtig, da es hier brutal schwer ist, zu gewinnen“, sagte der Kärntner. Vom Führungstor waren die Black Wings aber unbeeindruckt und glichen durch Shawn St-Amant nahezu identisch aus, auch der Kanadier verwertete einen Abpraller (8.).
Weitaus schöner war da schon der 2:1-Führungstreffer durch Lukas Kainz (10.), vor allem aufgrund der Vorarbeit durch Frank Hora, der die Defensive des Heimteams sehenswert durchbrach. Die 99ers wurden in Folge immer stärker, Tor sollte im ersten Abschnitt jedoch keines mehr gelingen. Das Team von Coach Harry Lange übernahm aber auch im zweiten Drittel das Kommando und ließ Linz kaum Zeit zum Durchschnaufen. Einzig die Chancenauswertung ließ noch Luft nach oben. Ansonsten waren die Steirer im dritten Viertelfinalduell voll in der Partie. So konnte sich auch Goalie Jonas Gunnarsson mehrmals auszeichnen, als die Heimmannschaft gegen Ende des zweiten Drittels gefährlicher wurde.
So auch im dritten Spielabschnitt, der für Spannung sorgte. Die Linzer warfen von Sekunde eins an alles in die Partie, die Grazer hielten weiter entschlossen mit einer bärenstarken Defensive dagegen. Bei der Chance von Andreas Kristler (45.) war dann auch das Glück auf der Seite der Gäste, als „Hexer“ Gunnarsson den Ausgleich mit fast magischen Reflexen verhinderte. In der Schlussminute war er machtlos, als die 99ers in doppelter Unterzahl den 2:2-Ausgleich durch Sean Collins (60.) hinnehmen mussten. Linz-Goalie Rasmus Tirronen war da schon vom Eis, Frank Hora nach einer Strafe ebenso. Vieles erinnerte in Folge an das zweite Duell in Graz, als die 99ers spät ausglichen und in der Overtime siegten. Dieses Mal hatten aber die Black Wings das bessere Ende auf ihrer Seite. In der achten Minute der zweiten Overtime traf St-Amant zum 3:2-Sieg und stellte auf 1:2 in der Serie.