Die Niederlage gegen Fehervar zum Jahresabschluss war für 99ers-Coach Harry Lange „symbolisch für unser Jahr“, wie es der Kärntner zusammenfasste. „Wir kreieren Torchancen, aber können sie nicht in Tore ummünzen.“ Vor allem den Start in der letzten Partie des Jahres habe man verschlafen, weiß auch Manuel Ganahl. „Das war ein schwacher Beginn von uns. Wir haben erst nach dem 0:2 angefangen Eishockey zu spielen. Das restliche Spiel war gut, aber wenn du das ganze Spiel lang einem Rückstand hinterherläufst, ist es ganz schwer.“
Für die Leistungssteigerung inklusive beherztem Kampf bekamen Ganahl und Kollegen auch Lob vom Trainer. „Die Jungs haben bis zum Schluss gekämpft, darüber kann ich mich nicht beschweren. Sie kämpfen immer hart und hoffentlich kommt dann auch das Glück zurück.“ Zurückblicken in das alte Jahr wollen die Grazer aber nicht, steht doch bereits am Neujahrstag das nächste wichtige Duell auf dem Programm. Im „Bunker“ empfängt man zum Start in das neue Jahr Ljubljana und ist zur Vorsicht gemahnt. Zwar fliegen die Drachen in dieser Saison noch weitestgehend unter dem Radar, unterschätzen darf man die Gäste aus Slowenien aber nicht.
Neujahrswünsche von Pinter
Der erhoffte Sieg gegen Ljubljana zum Jahresauftakt soll aber nur der Start eines erfolgreichen Jahres sein, zumindest wenn es nach Sportdirektor Philipp Pinter geht. Für 2025 hat der Kärntner seine ganz persönlichen Neujahrswünsche geäußert. „Natürlich steht die Gesundheit ganz oben“, meint der 39-Jährige und bezieht das sowohl auf das Leben auf wie abseits der Eisfläche. „Sportlich ist es natürlich in der Phase, in der wir uns gerade befinden, enorm wichtig bei so vielen Spielen. Mannschaftlich haben wir einen guten und tiefen Kader, das soll so bleiben.“
Beim zweiten Punkt auf der Wunschliste spricht Pinter wohl auch allen Fans der 99ers aus der Seele: Konstanz. „Wir wollen immer weiter nach oben und das geht nur, wenn die Effizienz noch besser wird. Hoffentlich können wir weiterhin so viel vor dem Tor kreieren und dann auch dementsprechend viele Tore schießen.“ Eine Steigerung in Sachen Chancenauswertung wäre also „absolut wünschenswert“, weiß der Sportdirektor. Gerade gegen die Topmannschaften tat man sich trotz zahlreicher Möglichkeiten oftmals schwer. Die Devise ist einfach: Chancenauswertung und Abschlussschwäche bleiben im alten Jahr zurück, während es mit neuem Schwung und hoffentlich vielen Toren in das neue Jahr geht.
Das spricht auch Pinter an, der als finalen Wunsch den Glauben an die eigene Sache und die Entwicklung abgibt. „Nur, wenn wir richtig Gas geben, wird das eine lange Saison mit Play-off-Spielen. Egal, wie sehr manche Niederlagen schmerzen werden, wir müssen an unseren Weg glauben, den wir eingeschlagen haben und zusammen in eine Richtung arbeiten.“