Elf Siege am Stück legte der VSV bekanntlich von 29. November bis 28. Dezember hin und egalisierte damit den Klubrekord von 2001. Dass es nicht noch mehr werden, das verhinderte Tabellenführer Bozen am Montag mit einem knappen 3:2. In Südtirol, da, wo die Adler sich schon schwer taten und weitaus schlechter präsentierten, als diesmal, endete der Lauf also trotz eines Doppelpacks von Marco Richter, der gemeinsam mit Johannes Tschurnig viel Tempo machte.

Ein Zacken aus der Krone bricht dem VSV, der im Dezember 25 von möglichen 30 Punkten holte, dabei nicht, das stellte auch Trainer Tray Tuomie klar: „Ich wollte in dieser Partie gegen so ein gutes Eishockeyteam von meiner Mannschaft 60 Minuten lang Einsatz sehen und das habe ich. Mir ging es in erster Linie nicht um das Ergebnis.“ Tuomie sprach dabei zwischen den Zeilen klar an, was ihm davor beim glücklichen 5:4-Overtimesieg in Innsbruck sichtlich gefehlt hat und war nach einem „großartigen Spiel“ nicht sonderlich enttäuscht.

Denn seit er hier ist, läuft beim VSV viel in die richtige Richtung, der historisch schlechteste Saisonstart ist vergessen. „Am Ende hatten meine Jungs ein tolles Jahr 2024, ich ziehe den Hut vor vielen unserer Leistungen“, sagt Tuomie und fügt an: „Ich hoffe, wir werden gleich wieder gut ins neue Jahr starten.“ Und das gegen den Tabellenzweiten Fehervar. Inmitten seiner Siegesserie gewann Villach das letzte Duell am 18. Dezember ersatzgeschwächt mit 3:2 in Ungarn, das gilt es zu wiederholen. Tabellarisch geht es um den Wiedereinzug in die Top sechs, aktuell fehlt ein Punkt auf Salzburg (3 Spiele weniger) und nur zwei Zähler auf die 99ers, die ein Spiel mehr haben.

Zwei Center fehlen, zwei Legionäre müssen auf die Tribüne

Personell steht ein Fragezeichen hinter Felix Maxa, der kurz vor dem Match in Bozen erkrankte. Auch Kapitän Alexander Rauchenwald (Schulter) wird noch fehlen, weshalb weiter mit drei Centern operiert werden muss und das auch nur kann, weil Max Coatta im Sturmzentrum aushilft. Im Tor spricht alles für JP Lamoureux, Joe Cannata und Daniil Kulintsev bleibt als überzählige Legionäre wohl nur der Tribünenplatz.