„Jetzt bin ich schon so lange da und es kommt mir gar nicht so vor. Gerade noch bin ich in Wien in meinem Kinderzimmer gelegen und habe mich gefragt, ob ich überhaupt je Profi werde und jetzt darf ich beim VSV so eine Rolle haben.“ Felix Maxa schwelgt zwischen den Feiertagen, kurz nach seiner Vertragsverlängerung bis 2027 und inmitten der heißen Phase im ICE-Grunddurchgang in Erinnerungen. Und derer sammelte der 27-jährige Wiener in Villach schon viele, ist er doch schon die achte Saison lang Teil der Adler-Familie. Dass er seine Dienstjahre an der Drau zweistellig machen möchte, daran bestand wenig Zweifel: „Ich habe mich in den letzten Jahren in eine gute Ausgangsposition gebracht, sodass wir das auch recht früh mit allen abzuarbeitenden Vertragspunkten über die Bühne bringen konnten.“

Homestory VSV Felix Maxa und Bernd Wolf - Faak September 2018
Felix Maxa beim Einzug 2018 in die damalige WG am Faaker See mit Bernd Wolf © Markus Traussnig

Die Rolle Maxas ist unbestritten. Er steht für all das, was der Villacher Eishockeyseele als Balsam dient. Kampfgeist, unbändiger Wille, Charakter, auch den nötigen Schmäh. Und all das doch immer mit seinem goldenen Wiener Herz. Kärntner, die es in Wien zu Ruhm gebracht haben, gibt es viele, umgekehrt ist das nicht Usus. „Aber so sehe ich das gar nicht, auch wenn es einfach schön ist, dass auch die Fans das so zu schätzen wissen. Das ist sicher eine Frage von Erfahrung auch. Ich war hier, wenn es gut und wenn es schlecht lief, kenne alle, die hier arbeiten und weiß, was der VSV den Menschen bedeutet. Wenn ich das reflektiere, freut es mich schon, zu wissen, dass all die Arbeit für meine Karriere und den Klub sich echt ausgezahlt haben“, sagt Maxa, der Weihnachten getrennt von seiner langjährigen Villacher Freundin Yana Dobnig verbrachte. „Es ist schon Tradition, dass ich mit Marco Richter zu Weihnachten nach Wien fahre, das ist die einzige Chance, dass ich die ganze Familie daheim auf einmal treffe. Dafür hat die Yana auch Verständnis“, sagt er grinsend.

Villacher Kirchtag, Kaiser Josef Platz, VSV Kader Vorstellung, Bild zeigt Felix Maxa mit Freundin Foto: Daniel Raunig
Echter Villacher: Felix Maxa mit Freundin Yana Dobnig am Kirchtag © Raunig

Er ist auch Teil der Truppe, die seit dem 4:1 gegen Pustertal die längste blau-weiße Siegesserie der Ligageschichte eingefahren hat. Am Samstag in Innsbruck kann sogar die längste aller Zeiten eingestellt werden. 2001 gab es schon einmal elf Siege. „Natürlich wollen wir den Sieg, es ist auch cool, wenn man in solchen Serien merkt, dass sich die Arbeit auszahlt. Aber wir haben in den letzten Jahren gelernt, nie zu weit nach vorne oder hinten zu blicken“, mahnt Maxa, der mit dem VSV noch viel vorhat: „Jetzt kommen meine besten Jahre, da will ich erfolgreich sein. Und das ist mit dem VSV möglich, sportlich ist über die nächsten Jahre viel drinnen.“

Der Kapitän ist noch nicht fit

Apropos sportlich: Da wird der Kapitän in Tirol nicht mitwirken können, Alexander Rauchenwald fällt mit einer Schulterverletzung noch ein bis zwei Wochen aus.