Vor sechs Wochen setzte der VSV Tray Tuomie vor die Tür, holte Pierre Allard aus der Schweiz. Seither ist viel passiert, jedoch nichts, was man sich erhofft hat. Allard kam mit klaren Plänen, einem Red-Bull-ähnlichen, aktiven, explosiven System an die Drau. Das schaute auch drei Spiele lang vielversprechend aus, dann kam ein harter Bruch. Planlos, vorne wie hinten, wirken die inzwischen natürlich psychisch hart angeschlagenen Adler. Nervosität bedingt zusätzliche Fehler, die man sich später nicht mehr erklären kann. Die harte Realität ist: Unter Allard wurde aus einem Top-Sechs-Team eine Truppe, die im Derby am Freitag erstmals sogar in die „Flop Drei“ abrutschen kann. Der Trainer bekam so gut wie keine Zeit, muss aber liefern. Er dürfte aber bald erkannt haben, dass sein „A-Game“ mit den vorhandenen Spielern nicht vollumfänglich umsetzbar ist. Das würde die Systemwechsel während Spielen erklären und auch, warum die Spieler auf dem Eis genau davon überfordert wirken. So oder so gilt: Es braucht jetzt Ergebnisse, denn Allard riskiert mit dem vermehrten Hin und Her auch, das Vertrauen von oben trotz vieler Durchhalteparolen ebenso zu verlieren, wie jenes innerhalb der Kabine. Es ist für den VSV fünf vor zwölf.