Es dauert nicht mehr lange bis zum Gang an die Urnen, dann wählt Österreich seinen neuen Nationalrat und seine neue Regierung. Dass der Sport bei der Bildung von Koalitionen großes Thema sein wird, ist dabei praktisch auszuschließen. Zu wenig kann man auf diesem Feld in der Wählergunst gewinnen. Und doch: Man sollte dem Sport durchaus eine gewichtige Rolle zudenken, immerhin ist es Bewegung, die auf vielen Ebenen Besserung bringen kann und auch soll: Etwa dabei, dass „Bewegung“ für viele Jugendliche Mangelware ist. Ein Umstand, der sich nicht nur auf Lern- und Konzentrationsfähigkeit in den Schulen auswirkt, sondern in weiterer Folge auch auf die Gesundheit samt enormen Folgekosten für das System. Oder dabei, dass sich der eklatante Rückgang an der Bewegungsfreude verbunden mit der sinkenden Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, gewürzt mit bürokratischen Hürden im Vereinswesen und schlechter (Sport-)Infrastruktur samt überschaubaren Rahmenbedingungen für den Spitzensport auch in ausbleibenden Erfolgen im internationalen Vergleich auswirken werden.