Dabei war die Nachfrage groß. Der Gig musste vom WUK in die ungleich größere, aber abweisend nüchterne Konzerthalle in Simmering verlegt werden. Die Ansagen macht die Sängerin vorwiegend auf Englisch. Es könnten ja eventuell ein paar Menschen im Publikum sein, die nicht des Französischen mächtig sind, scherzt sie. Gegen Mitte ihres Auftrittes, als sie das Titellied ihres Albums "La symphonie des éclairs", Symphonie der Blitze, intoniert, zeigt das Auditorium, das an diesem Abend einen für diese Location wohl ungewöhnlich hohen Altersschnitt aufweist, dass sie mit ihrer Annahme nicht richtig liegt, und erweist sich beim Mitsingen als ausgesprochen textsicher.
Wien
Raveparty statt Chansonabend: Zaho de Sagazan war in Wien
Zaho de Sagazan ist zum ersten Mal in Wien - und verzichtet darauf, ihr Cover des Chansons "Vienne" der berühmten Kollegin Barbara zu singen. Die 25-jährige Französin gastiert in einer deutschsprachigen Stadt und lässt ihre Version von Nenas "99 Luftballons", in dem sie Friedenssehnsucht mit charmanten Fremdsprachversuchen verbindet, nicht steigen. Fast hätte man am Donnerstag bei dem Konzert im Gasometer glauben können, die Wienerinnen und Wiener wären ihr egal.
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