Unter dem Titel "Der begnadete Verkäufer Kurz" kommentiert die NZZ die Steuerentlastung zwar als inhaltlich richtig". "Dennoch reiht sich die Steuerreform ein in eine Reihe von Projekten der Regierung Kurz, die bei näherer Betrachtung verdrießen. So ist eine als Großtat angekündigte Reform der Sozialversicherungen inhaltlich enttäuschend ausgefallen. Beim sanierungsbedürftigen Pensionssystem will man nur kleine Schritte gehen. (...) Das Hauptproblem der Steuerreform liegt darin, dass die Regierung den Spielraum für die Entlastungen fast allein daraus bezieht, dass die Wirtschaft derzeit gut läuft und die Steuereinnahmen ohnehin sprudeln. Da fällt das 'Zurückgeben vergleichsweise einfach."
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Auslands-Medien über "Ösi-Steuersenker" und "Verkäufer"
Deutsche (Boulevard)Zeitungen nutzen die in Österreich angekündigte Steuerreform, um Druck auf die eigene Regierung zu machen. Sowohl die "Bild"-Zeitung als auch die Münchner "Abendzeitung" fordern am Dienstag Kanzlerin Angela Merkel auf, sich die österreichische Steuersenkung zum Vorbild zu nehmen. Abgeklärter dagegen das Urteil der "Neuen Zürcher Zeitung" über den "begnadeten Verkäufer Kurz".
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