2016 hatte die SPÖ einen traumatischen 1. Mai in Wien erlebt, als der damalige Parteivorsitzende und Kanzler Werner Faymann ausgebuht und ausgepfiffen wurde und wenig später zurücktrat. Mit damals war die Situation heuer - mitten in der laufenden Mitgliederbefragung über den künftigen Parteivorsitz - überhaupt nicht vergleichbar. Bei strahlendem Frühlingswetter zogen unter dem Motto "Stark. Stärker. Zusammen" traditionell die Abordnungen aus den Bezirken im Sternmarsch zum Rathausplatz, die Delegationen machten mit Transparenten und Plakaten auf ihre Anliegen aufmerksam, dazu wurde getrommelt, musiziert und Fahnen geschwenkt.
SPÖ-Streit dominiert 1. Mai
"Müssen stark sein": Rendi-Wagner mahnt zu Geschlossenheit
Der heurige 1. Mai ist geprägt von der Führungsdebatte in der SPÖ über die Bühne gegangen. Die aktuelle, aber wackelnde Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner mahnte die Genossen am Wiener Rathausplatz zu Geschlossenheit. Ihre Konkurrenten blieben Wien fern und hielten Ansprachen in ihren Bundesländern. FPÖ-Chef Kickl stellte in Linz erneut den Kanzleranspruch.
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