"Vor 20 Jahren kam ich als Krankenpflegerin aus der Slowakei ins Land", erinnert sich Andrea Vidovenczova. "Damals waren die Hürden sehr hoch, ich musste mir alles erkämpfen, es war entmutigend. Und 20 Jahre und einen Pflegekräfte-Notstand später hat sich daran kaum etwas geändert." Vidovenczova leitet das "Willkommenszentrum" der Caritas, das Pflegekräfte aus dem Ausland, die in Österreich arbeiten wollen, beim Weg in den Job begleitet. Und diese Begleitung ist aufwendig.
"Wir listen Dokumente auf, helfen bei Deutschkurs und Wohnungssuche und der Vermittlung in die Arbeit." Ein Aufwand, der sich lohnt. Laut Vidovenczova überlegen es sich nur elf Prozent ihrer Schützlinge anders. Bei Nicht-Betreuten falle die Statistik umgekehrt aus.
"Was tun wir diesen Menschen an?"
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